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blicken keineswegs ungewöhnlich. Dennoch ersuche ich Euch, SirReginald, nur weiter fortzufahren, und ganz so zu handeln, wiees nach Eurem eigenen Urtheil die außerordentlichen Umstandeeines, wie man wohl sagen darf, so ganz eigenthümlichen Falleserfordern mögen."
„Ich halte cS für unsere Pflicht, Sir, Nachsuchuugen nacheinem Testamente anzustelleu. Ist Sir Wycherly wirklich ohneTestament gestorben, so ist es immer noch Zeit, die Frage wegender Nachfolge nach gemeinem Rechte näher zu untersuchen. Ichhabe hier die Schlüssel seines Schreibtisches, und wie mir Mr. Für-long, der Landrentmeistcr, der so eben angckommen ist und denIhr hier vor Euch seht — berichtet, hielt Sir Wvcherly gewöhnlichalle seine werthvollen Papiere in diesem Schranke aufbewahrt. Ichwill also damit anfangcn, den Schreibtisch zu eröffnen."
„Ja, ja, Sir Reginald, thnt es nur; Niemand kann sehnlicherals ich wünschen, meines geliebten Oheims Willen zu erfahren.Diejenigen, welchen er noch Etwas verleihen zu wollen schien,sollen darum nicht leer ansgehen, weil seinem Testamente die Un-terschrift fehlt."
Durch diese listige Erklärung war Tom in der guten Mei-nung der Mehrzahl der Anwesenden bedeutend gestiegen, und hattesich diese dadurch sämmtlich für den Fall zu Freunden gewonnen,daß irgend ein Zwischcncreigniß eine solche Unterstützung nöthigmachen sollte.
Unterdessen hatte Sir Reginald mit Hilfe des Rentmeistersden Schreibtisch geöffnet und alle daselbst hinterlegten Papiere aus-gefunden. Die Pachtkontrakte waren alle in Ordnung, die Eigen-thnmsurkunden sämmtlich vollzählig ; Bücher und Rechnungen schie-nen sehr genau geführt zu sein; gewöhnliche Schuldverschreibungenund Quittungen waren systematisch znsammengehestet; zwei oder dreiSäckchen mit Guineen zeigten, daß es auch nicht an baarem Kassen-vorrath gebrach — kurz, Alles bewies, daß der Verstorbene seine