Druckschrift 
13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
Entstehung
Seite
309
Einzelbild herunterladen
 

309

daran, wie nahe es ihr gestanden hatte, Besitzerin von 6000 Pfundzu werden, und wie ihr so sehr zur unglücklichen Stunde der Becherverglcichungsweisen llebcrflusses von den Lippen genommen wordenwar; nur die Mutter erinnerte sich, wie wir zur Ehre der Wahr-heit gestehen müssen, ein einziges Mal dieses Umstandes, und eindem Bedauern ähnliches Gefühl erfaßte ihre Brust.

Aehnliche Erinnerungen mochten auch bei den Schmcrzcns-äußcrungen derUcbrigcn ihren Einfluß ausüben. Die Dienerschaftbesonders war zu sehr betäubt, um sich für jetzt einem beson-deren Grame hingcben zu können; Sir Gcrvaise und Atwoodwaren Beide außerordentlich ärgerlich. Mit einem Worte deräußere Anstand wurde zwar geziemend gewahrt, doch von denTrauer-Gefühlen, wie sie bei solchen Veranlassungen hcrvorzubre-chen pflegen, war nur sehr wenig zu bemerken.

Sir Reginald Wychecombe beachtete diese Umstände mit vielerAufmerksamkeit, und ergriff demgemäß die nöthigen Maßregeln. Erbenützte einen günstigen Augenblick, um sich mit beiden Admiralenzu berathen, und alsbald war auch sein Entschluß gefaßt. EineStunde nach dem Hinscheiden seines Verwandten waren sämmtlicheGäste, so wie die Mehrzahl der höheren Dienerschaft in einemZimmer versammelt, das nach dem im Hause üblichen Gebrauchedas Bibliothekzimmer genannt wurde, obwohl nur wenige Büchervorhanden waren, und diese mir selten gelesen wurden. Zuvorhatte eine Berathuug zwischen Sir 'Reginald und den beiden Ad-miralen stattgefundcn, woran Atwood e;x «sliei«> Theil genommenhatte. Da sonach Alles zum Voraus vorbereitet worden, so wollteman auch, nachdem die Gesellschaft versammelt war, die Zeit nichtungenützt verstreichen lassen; vielmehr fing der Hertfordshirer Ba-ronet augenblicklich an, seinen Plan so klar wie möglich zu ent-wickeln.

Meine Herren, und ihr, gute Leute und Diener des verstor-benen Sir Wycherly Wychecombe," begann er;ihr Alle seid mit