287
„Sir Gcrvaise versteht sich auf die Einleitung einer Schlachtbesser, als ans solche juridische Kreuz- und Querfragen, Sir Regi-nald," bemerkte Bluewater so leise, daß Niemand, als der Ange-sprochene, seine Worte vernehmen konnte. „Ich denke, wir werdenSir Wychcrlsss Wünsche weit besser erfahren, wenn nur meinenFreund seinen eigenen Weg gehen lassen."
Der Andere verbeugte sich und schien sich gerne zufriedenzu geben.
Unterdessen wurden alle nöthigen Anstalten getroffen, um dasgewünschte Testament abzufasscn. Atwood setzte sich an einen Tischneben dem Bett und begann seine Federn zu spitzen: die Aerztereichten dem Kranken einen stärkenden Trank; Sir Gcrvaise ließalle anwesenden Zeugen sich so im Zimmer ordnen, daß Jedes denKranken sehen und von ihm gesehen werden konnte, wobei er in-dessen Wucherly wohlweislich so placirte, daß dessen schöne Gestaltdem Sterbenden nothwendig in die Angen fallen mußte. DesLieutenants Bescheidenheit würde sich vielleicht gegen diese Anord-nung gesträubt haben, wenn er dadurch nicht zufällig dicht nebenMildred zu sitzen gekommen wäre.
Vierzehntes Kapitel.
Nun ist's vorbei! — Furcht, Zweifel sind dahin,
Den edlen Todten lichte Träum' umzieh'n!
Die Seele hat die letzte Prob' hienieden
Bestanden: auf dem Antlitz wohnt deö Himmels Frieden!
Mrs. Hcmans.
>Älan wird sich leicht denken können, daß Tom Wychecombedie in dem vorhergehenden Kapitel erzählten Vorgänge mit tiefemSchrecken wahrnahm. Der Umstand, daß er wirklich ein unver-fälschtes Testament von seinem Oheim in Händen hatte, das ihnzum Universalerben seiner sämmtlichen Vcrlassenschaft einsetzte, hatte