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Blick auf den Sprechenden; dieser aber zeigte in seinen hübschenGesichtszügen einen so offenen, arglosen Ausdruck, wie er ihn kaumjemals aus dem Antlitze eines vertrauensvollen, sechzehnjährigenJünglings getroffen hatte.
„Euer vermeintlicher Fall bietet keine Parallele," antworteteder Vieeadmiral, der jeden Schatten von Mißtrauen vergaß, als erdieser sorglosen Offenheit begegnete; „denn wir Männer lassen unsin unserer Unterthanentrene häufig nur vom Gefühle leiten, wäh-rend das Gesetz eigentlich immer nur von Vernunft und Gerechtig-keit regiert werden sollte. -- Doch da wir schon einmal bei diesemGegenstände verweilen, wollt Ihr mir nicht sagen, Sir Reginald,ob Ihr nicht auch wißt, was ein uullns ist?"
„Davon verstehe ich nichts weiter," antwortete der 'Andere,diesmal mit unverstelltem Lächeln, „als was man in lateinischenWörterbüchern und Grammatiken findet."
„Ja, Ihr meint auch iiullu,^, »rilln, n»i!u»>. Das verstehtsogar ein Seemann wie ich, denn wir gehen Alle vorher in dieSchule, che wir ans die Sec kommen. — Sir Wycherly aber gabsich die größte Mühe, sich verständlich zu machen, und nannte Euchdann ein,Halbblntfi"
„Und mit vollkommenem Recht — ich gebe zu, daß dieß wirk-lich so ist, und daß ich keine größeren gesetzlichen Ansprüche, alsIhr z. B., an diese Herrschaft zu machen habe. Mein morali-sches Recht aber — damit mag's schon besser stehen."
„Es macht Euch alle Ehre, daß Ihr dieß so sreimüthig be-kennt, Sir Reginald; denn seht, Ihr dürft mich hängen, wenn ichglaube, daß die Richter auch nur im Traume daran denken würden,solche Einwürfe gegen Eure Nachfolge zu erheben, wenn sic nichteben darauf aufmerksam gemacht werden."
„Darin thnt Ihr ihnen unrecht, Sir Gcrvaisc; denn cs ist jaihre Pflicht, ans die Befolgung der Gesetze zu achten, mögen dieLetzteren auch beschaffen sein, wie sie wollen."