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Euch rufen ließ, Sir. Ich denke mir eher, daß er Euch als dennächsten Anverwandten von der Seitenlinie zum Vollstreckerseines bereits verfaßten Testamentes bestimmte, und dcßhalb fürpaffend hielt, Euch von der Sache in Kenntniß zu setzen."
„Mag sein, Sir," erwiederte Sir Reginald in seiner gewohn-ten kalten, vorsichtigen Weise; „doch wäre es in diesem Falle mehrim Einklang mit den bestehenden Gebräuchen gewesen, wenn indem an mich erlassenen Schreiben der Zweck, warum meine Anwe-senheit erbeten wurde, bemerkt worden wäre. Der Brief trägt dieUnterschrift ,Gcrvaise Oakesft und da sich eine Flotte in der Nach-barschaft befinden soll, so dachte ich mir, der berühmte Admiraldieses Namens könnte mir wohl gar die Ehre erwiesen haben, anmich zu schreiben."
„Ihr habt Euch nicht getäuscht, Sir; Sir Gcrvaise Oakes be-findet sich in unserem Hause — ha! hier kommt er selbst, Euch zuempfangen; der Mann neben ihm ist Contrcadmiral Blucwatcr, dendie Seeleute nur seinen Hauptmast nennen."
Die eben erzählte Unterredung hatte in einem kleinen Wohn-zimmer stattgefnndcn, wohin Tom seinen Gast von der großenHalle aus geführt hatte, und wo nunmehr die beiden Admirale den-selben empfingen. Eine Vorstellung war kaum nothwendig; Uni-form und Stern — denn damals erschienen Offiziere gewöhnlichin großem Kostüm — Uniform und Stern verkündeten sogleich SirGervaise's Rang und Namen, und zwischen Blucwatcr und Sir Re-ginald bestand sogar eine oberflächliche persönliche Bekanntschaft,die sich von ihren stillen, aber ticfgewnrzclten, jakobitifchcn Sym-pathien herlcitete.
„Sir Gcrvaise Oakes?" und „Sir Reginald Wychccombc!"war Alles, was die beiden Herren sprachen; der Admiral schütteltedabei dem Angekommencn herzlich die Hand, was dieser mit einerkalten Berührung der Finger erwiederte, — eine Begrüßung, welcherecht wohl für das wahre Muster des herzlosen Händereichcns in