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Dann war es ja auch leicht möglich, daß die plötzliche Aenderungin der Construetion der letzten Phrase und die Substitution desPersonennamens statt des Verwandtschaftsgrades, worin Wycherly,wie man allgemein glaubte, zu Tom stand — nichts weiter alseine strenge Beobachtung des guten Gesellschaftstones war — oderkonnte die Sache ja auch völlig nichtsbcdcutend sein.
All' diese kleinen Zweifel glimmten in Tom Wychecombe'sInnerem, doch war jetzt nicht der Augenblick, um eine solche Nach-forschung weiter zu verfolgen. Die Höflichkeit verlangte von ihmeine augenblickliche Antwort: diese gab er denn auch dem äußerenAnscheine nach mit ziemlicher Festigkeit, obwohl sein scharfblickender,erfahrener Gegner sogleich bemerkte, daß seine Worte die beabsich-tigte Wirkung nicht verfehlt hatten, denn er hatte dadurch zugleichein gewisses Ansehen über den jungen Mann erlangen wollen.
„Mein verehrter und geliebter Oheim hat sich zwar, wie manmir sagt, ein wenig erholt," sagte Tom; „ich fürchte aber, dieserSchein von Hoffnung wird wohl trügerisch sein. Mit Vierundachtzighat der Tod ein allzu gegründetes Recht auf seine Beute, Sir!Das Schlimmste an der Sache ist, daß meines armen OheimsGeisteszustand sichtlich erschüttert ist, so daß es rein unmöglich er-scheint, seine wenigen Wünsche durch Dokumente oder sonstigeBestellungen zu erfahren."
„Wie kam cs dann, Sir, daß Sir Wycherly mich mit derEinladung, ihn zu besuchen, beehrte?" fragte der Andere höchstspitzig und treffend.
„Vcrmuthlich hat er Euren Namen vor sich hingeflüstert, Sir,und die Auslegung dessen, was er damit meinte, war dann in eineinsolchen Augenblicke sehr natürlich. Sein Testament wurde, so vielich weiß, schon vor längerer Zeit abgefaßt; dasselbe ist aber in einenUmschlag gehüllt und mit Sir Wycherly's Wappen versiegelt, weß-halb ich nicht einmal den Namen des Vollstreckers kenne. Es wirdalso wohl nicht wegen seines letzten Willens sein, warum er