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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
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du hast ein anderes abgefaßt und dein Vermögen deinem Vetter,dem Viscount, vermacht.

Ein neues habe ich zwar gemacht, doch theilt cs in diesemPunkte wenigstens das Loos des früheren. Ich hielt dafür, daßwir am Vorabend wichtiger Ereignisse stehen, und daß Bluewaterüberdieß reich genug sei; so vernichtete ich das Instrument, das ichzu seinen Gunsten angcfcrtigt hatte, und setzte erst heute Morgenein neues auf. Da du, wie gewöhnlich, dessen Vollstrecker bist, sowerde ich wohl gut thun, wenn ich dich dasselbe lesen lasse."

Dick! Du bist doch hoffentlich nicht so thöricht gewesen, undhast das Haupt deiner eigenen Familie, dein eigen Fleisch und Blut,aus deinem Testamente getilgt, um die paar tausend Pfund, die dubesitzest, diesem tollen schottischen Abenteurer zu hinterlasscu?"

Bei diesem neuen Beweise von der Vertrautheit seines Freun-des mit seiner eigenen Art zu denken und zu fühlen mußte Blue-watcr unwillkürlich lächeln. Im ersten Augenblicke wollte er sogarbedauern, daß er sein früheres Vorhaben nicht wirklich ausgesührthatte, wodurch die Divinatiousgabc des Viceadmirals allerdingsnoch klarer aisis Licht getreten wäre; doch zog er endlich dasInstrument aus seiner Tasche und überreichte es Sir Gervaise mitgleichgültiger Miene.

Hier ist das Testament," sprach er;überlies cs, dann wirstdu erfahren, was ich gcthan habe. Ich wünsche, Lu möchtest esbei dir behalten, denn gleich wie ,das-Unglück uns mit den son-derbarsten Bettgenossen zusammenführt^, so können uns Revolutio-nen oft in die unerwartetsten Situationen versetzen, und das Papierist bei dir jedenfalls sicherer als bei mir aufgehoben. Natürlichbewahrst du mein Geheimniß, bis die geeignete Zeit zur Enthül-lung desselben gekommen sein wird."

Der Viceadmiral wußte recht wohl, daß bei der Vermögens-Verfügung seines Freundes sein eigenes Interesse nicht berührtsein konnte, empfing aber das Instrument dennoch mit ziemlicher

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