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Wir haben schon oben erwähnt, daß der Contreadmiral der besteTaktiker in England war, während der Viccadmiral in diesemDienstzweige nicht gleich Jenem hervorragte. Auf der andern Seitewurde Sir Gervaise für den besten praktischen Seemann der Flottegehalten, so weit es auf den inneren Dienst und die Führung eineseinzelnen Schiffes ankam — ein Fachr, worin Bluewatcr hinwie-dcrnm sich nicht sonderlich hervorthat.
Auch iu Beziehung auf Mannszucht bestand der gleiche Unter-schied zwischen den Beiden. Der Kommandirende war ein wenig,was man in Land-Armeen einen Kamaschenknops nennt, d. h. erhielt sich fest und bis in die kleinsten Details an die bestehendenReglements; sein Freund dagegen hatte schon als Kapitän die Auf-rcchthaltung des inneren Dienstes aus feinem Schiffe dem soge-nannten dicnstthucnden Offizier oder ersten Lieutenant übertragen, sodaß dieser wichtige Beamte alle erforderlichen Anweisungen zurErhaltung der Ordnung und Reinlichkeit ans dem Schiffe zu cr-theilcn und auszuführcn hatte. — Nichtsdestoweniger war Blue-water selbst in diesem besonderen Dicnstzwcige nicht ohne eigen-thümlichcs Verdienst. Er war für seinen Freund der beste Kapitänin der Flotte gewesen, den dieser nur jemals getroffen hatte. SeinDienst als solcher korrespondirte gewissermaßen mit dem eines Ge-ncraladjutantcn in einer Land-Armee, und paßte vortrefflich zu sei-ner philosophischen Gcistcsrichtnng, die alle Dinge nur in ihremZusammenhänge zu dem Ganzen betrachtete; so hatte er denn alleDienstvcrrichtungen seiner damaligen Stellung unter gewisse allge-meine, einfache Gesichtspunkte gebracht, die ihm die Erfüllungderselben angenehm und leicht machten. So oft er bei Sir Gervaise'shäufiger Abwesenheit auf eine oder zwei Wochen das Oberkommandoführte, hatte man noch jedesmal bemerkt, daß der Dienst auf derFlotte pünktlich wie ein Uhrwerk zusammcnstimmte, denn sein Geistschien wirklich allein das Große und Allgemeine zu umfassen, währender nur mit Widerstreben sich zu den Details hcrabzulasscn vermochte.