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einen Mann von Lord Bluewaters Vermögen? Ich habe wederWeib noch Kind, weder Brnder noch Schwester, nnd so will ichnach eigenem Belieben über mein Geld verfügen. Oakcs wirdnichts davon wollen. Zudem besitzt er übrig genug eigene Neich-thümcr: ein jährliches Einkommen von 7000 Pfund und eineMasse von Priscngeldern in den Fonds. Ich darf wohl sagen,daß sich seine Jahrcsrcnte ans 12,000 Pfund belaufen wird, undzu dem Allem hat er einen einzigen Neffen, der ihn beerben wird.Ich bin entschlossen, mit meinem Gclde anzufaugcu, was ich will.Ich selbst habe mir jeden Schilling davon zusammcngespart, sowill ich cs auch wiederum geben, wem es mir beliebt."
Diese ganze Zeit über lag Admiral Bluewater mit geschlosse-nen Augen in seiner Hängematte, und seine Zunge blieb so regungs-los, wie wenn sie sich gar nicht zu rühren im Stande gewesenwäre. Bei all' seiner Imrissv/.-uIIvi'-Manier besaß er übrigens,sobald er sich erst für Etwas entschieden hatte, die ganze Entschlos-senheit eines Seemannes, und vollführte dann seinen Plan in derihm eigcnthümlichcn Weise. Anfstehen, sich aukleidcn und allenöthigcn Vorbereitungen zum Aufbruche treffen — das war beiihm das Werk nur weniger Minuten, und noch war kaum eineViertelstunde verflossen, seit die eben erwähnten Gedanken seinenGeist beschäftigt hatten, so saß er auch schon an seinem eigenenSchreibtische in der Hintcrkajütc.
Das Erste, was er vornahm, war, daß er ein zusammcnge-faltetes Papier aus einem geheimen Schubfachc nahm und dasselbemit ziemlich gleichgültigem Blicke überlas. Es war dieß sein eige-nes Testament, das er früher zu Gunstcu Lord BluewatcrS auf-gesetzt hatte. Es war in sehr bündigen Ausdrücken abgcfaßt undfüllte nur die erste Seite eines Bogens. Diese begann er dennvorlmlim vl lilurnlim abzuschrciben, indem er den Namen des Er-ben noch offen ließ, und, wie in dem bereits versiegelten Erem-plar, Sir Gervaise Oakes zum Testamentsvollstrecker bestimmte.