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„Ein Schiff gewährt mir jeder Zeit einen höchst anziehendenAnblick," begann das Mädchen; „doch Ihre Schiffe, Admiral Blue-water, erscheinen mir viel hübscher als gewöhnlich."
„Das macht, sie sind auch hübscher als gewöhnlich, meineschöne Bcobachtcrin. Viccadmiral Oakcs ist ein Offizier, der ebenso wenig ein häßliches Schiff in seiner Flotte duldet, als einerunserer Reichspeers eine andere als eine hübsche Frau ehelichenwird, wenn sie nicht etwa über die Maßen reich wäre."
„Ich habe schon gehört, daß die Männer unter solchen Um-ständen gar leicht ihre Herzen verlieren," bemerkte Mildred lächelnd;„das wußte ich aber bis jetzt noch nicht, vaß sie auch freimüthiggenug sind, dieß cinzngestchcn!"
„Diese Wahrheit wurde Ihnen vermuthlich von Ihrer klugenMutter mitgetheilt," erwicderte der Contrcadmiral in Nachsinnenvertieft; „ich wollte, meine junge Freundin, ich stünde Ihnen alsVerwandter nahe genug, um Ihnen ebenfalls so ein bischen meinenNath crthcilen zu können. Noch nie zuvor fühlte ich so sehr denWunsch in mir —- wenn ich mir überhaupt diese Freiheit nehmendarf — ein menschliches Wesen vor einer großen Gefahr zu war-nen, von der es, wie ich fürchte, bedroht ist."
„Es ist nicht eine Freiheit, die wir uns nehmen, sondern sogareine heilige Pflicht, wenn wir Jedermann vor einer Gefahr warnen,die wir selbst zwar kennen, die aber der Person, welcher sie droht,noch fremd ist. So wenigstens erscheint die Sache den Augen einesnoch sehr jungen Mädchens."
„Ja, wenn's sich davon handelte, daß Jemand Gefahr liefe,von diesen Klippen herabzustürzcn oder ein Haus anzuzündcn, oderin ein derartiges sichtbares Unglück zu gerathen. Etwas Anderesist es aber, wenn junge Mädchen und ihre Herzen dabei in Betrachtkommen."
„Nun, diese Unterscheidung ist mir freilich begreiflich," ant-wortete Mildred nach kurzer Pause; „ich finde es erklärlich, daß