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dieselbe Person, die keinen Augenblick anstehcn würde, vor einerphysischen Gefahr zu warnen, sich zuvor ängstlich bedenkt, wennsich's darum handelt, auf ein moralisches Ucbcl hinzudeutcn. Wennübrigens Admiral Blucwater einem einfachen Mädchen, wie ich,überhaupt so viel Wichtigkeit beilegt, daß er sich die Mühe nehmenwill, sich für ihr Wohlergehen zu intercssiren, so möchte ich nichts-destoweniger hoffen, daß er nicht zaudern werde, ihr die Gefahr zubezeichnen. Gefahr ist ein schreckliches Wort, um cs mit in die Nachthinein zu nehmen, und ich bekenne, daß ich neben einiger Aengst-lichkeit auch ziemlich viel Neugierde in mir fühle, etwas mehr vonder Sache zu erfahren."
„Dieß sprechen Sic, Mildred, weil Sie noch nicht an die Er-schütterungen gewöhnt sind, welche die Zunge eines rauhen Mannesin Ihrem zartfühlenden Herzen hervorzubringcu vermag."
„Nicht daran gewöhnt!" erwicdcrtc Mildred und zitterte dabeiso heftig, daß cs ihrem Begleiter auffallen mußte. „Nicht darangewöhnt! Ach, Admiral Blucwater! wäre dieß noch möglich nachdem, was Sie selbst gesehen und gehört haben?"
„Verzeihung, theures Kind! Nichts war meinen Gedankenfremder, als der Wunsch, diese unerfreulichen Erinnerungen aufsNeue in Ihnen anzuregcn. Wenn ich Ihrer Verzeihung gewiß seindürfte, so würde ich cs jetzt wagen, Ihnen mein Geheimnis; zu ent-hüllen; denn — glauben Sie mir, obwohl ich mir den Grund einerso plötzlichen und so außerordentlichen Thcilnahme nicht erklären
kann, welche mich, der ich beinahe ein Fremdling-"
„Nein, nein, kein Fremdling, thcurcr Herr! Nach all' Dem, wassich heute zugctragcn, nachdem Sic, wenn auch durch Zufall, in unserheiligstes Familicngeheimniß cingewciht wurden — nach Allem, waswährend unserer Herfahrt besprochen worden, und nach den schrecklichenAuftritten, die meine geliebte Mutter vor vielen Jahren schon in IhrerGegenwart erlebte — können Sic uns kein Fremder mehr sein, sogarwenn Sie selbst noch wünschen sollten, sich als solchen zu betrachten."