„Alle sollen das Zimmer — verlassen/' wiederholte er mit einerStimme, die dnrch ihre unerwartete Festigkeit, wie durch ihre ebenso un-verhoffte Deutlichkeit in Erstaunen setzte. „ Alle — ausgenommen SirGervaise Oakes — Admiral Blncwater — Mr. Rotherham. DieseHerren — haben die Güte zu bleiben. >— Die klebrigen gehen ab."
An pünktlichen Gehorsam gegen ihres Herrn Befehle gewöhnt,besonders wenn sic in so entschiedenem Tone gegeben wurden, ver-liest die Dienerschaft in Duttons Begleitung das Zimmer. ToniWychecombe aber zog eS vor, zu bleiben, als ob seine Gegenwartsich eigentlich von selbst verstünde.
„Erweist mir — den Gefallen — entfernt Euch — Mr. Wy-checombe/' begann der Baronet von Neuem, nachdem er seinen Neffen,vielleicht in der Erwartung, daß er sich ohne fernere Aufforderungzurückziehen würde, eine Zeitlang aufmerksam angesehen hatte.
„Ich bin cs ja, mein geliebter Onkel— Thomas, Eures leib-lichen Bruders Sohn — Euer nächster Blutsverwandter — dermit ängstlicher Sorgfalt neben Eurem Krankenlager harrt. Bitte
— bitte — verwechselt mich nicht mit Fremden. Eine solche Ver-gessenheit würde mir das Herz brechen!"
„Vergib mir, Neffe — aber ich wünsche — mit diesen edlen
— allein — mein Kopf — wird wieder — verwirrt —"
„Ihr seht selbst, Sir Gervaise Oakes, wie die Sachen stehen
— auch Ihr, Mr. Rotherham, bemerkt wohl, wie es ausstcht.Ach, da geht auch schon der Wagen ab, der Admiral Blncwaterwieder nach seinem Boote führt. Mein Oheim wünscht aus irgendeinem Grunde drei Zeugen zu haben und so kann ich als einer vonden Dreien Zurückbleiben."
„Ist es Euer Wille, Sir Wycherly — wünscht Ihr uns wirk-lich allein bei Euch zu sehen?" fragte Sir Gervaise mit einemErnste, welcher deutlich zeigte, daß er für den Fall, daß der Ba-ronet aus der Entfernung seines Neffen bestehen sollte, des ElfterenWunsch mit allem Nachdruck durchzusetzen entschlossen war.