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beiden Eltern bestand ein großer Unterschied im Rang, und einigeböswillige Personen haben sogar ans dem Stande meiner Mutter denSchluß gezogen, daß sie überhaupt gar nicht vermählt gewesen sei."
„In welchem Falle Ihr am besten thun würdet, Sir, einemhalben Dutzend dieser Ungläubigen die Ohren abznschneidcn."
„Damit gibt sich aber das Gesetz in meinem Falle nicht zu-sriedcn, Sir Gervaisc. Mein Vater prägte mir von jeher dieNothwendigkeit ein, Alles, was ich thue, nach dem Gesetz zu ver-richten, und ich bin stets bemüht, seiner Vorschriften zu gedenken.Er bestätigte seine Vermählung auf dem Sterbebette, leistete meinerverehrten und tiefgekränktcn Mutter jede mögliche Entschädigung, undbelehrte mich, in wessen Händen ich dieses Ccrtifikat finden würde.Erst diesen Morgen habe ich es erhalten, und dieß ist der Grund,warum ich es jetzt bei dieser traurigen, unerwarteten Krise inmeines Oheims Gesundheitszustand in meiner Tasche trage."
Der letztere Theil von Toms Erklärung war wirklich derWahrheit gemäß. Nachdem er nämlich alle nöthigen Nachforschungenangestellt und sich die Handschrift eines längst verstorbenen Geist-lichen verschafft hatte, war es ihm gelungen, das Certifikat amheutigen Tage auf ciu Stück beschmutztes Papier mit dem Wasser-zeichen 1720 höchst eigenhändig nachzukopiren. Uebrigens trug seineganze Redeweise nur noch mehr dazu bei, ihm das Vertrauen sei-nes Zuhörers zu entfremden, denn Sir Gervaise war so sehr anein gerades, offenes Handeln gewöhnt, daß er bei Allem, was ent-fernt den Anschein von Verstellung und Heuchelei an sich trug, dentiefsten Unwillen fühlte. Nichtsdestoweniger hatte er seine eigenenBeweggründe, den Gegenstand weiter zu verfolgen, da ohnedießkeiner der beiden Sprechenden im jetzigen Augenblick an dem Kran-kenbette des Leidenden nöthig war.
„Und dieser Mr. Wycherly Wychecombe" — fuhr er fort, „ EuresOnkels Namensvetter, der sich in neuerer Zeit so sehr ausgezeichnet hat,— iffs denn wahr, daß er mit Eurer Familie nicht verwandt ist?"