einander in das Gemach, und der Viccadmiral suchte dabei in seinenTaschen nach einer Lanzette, denn auch er hatte die Kunst desAderlassens erlernt.
Hier endlich erfuhren sie den wahren Stand der Dinge.
„Wo ist Bluewater?" fragte Sir Gcrvaise, nachdem er seinenWirth einen Augenblick voll Bestürzung und Mitleid betrachtet hatte.„Ich hoffe, er wird doch jetzt das Hans nicht verlassen haben?"
„Er befindet sich noch hier, Sir Gervaisc, ist aber, wie ichglaube, aus dem Punkt, sich zu eutserucn. Trotz all' der freund-lichen Versuche Sir Wycherly's, der ihn hier zurückhaltcn wollte,hörte ich ihn gleichwohl sagen, daß er auf seinem Schiffe zuschlafen beabsichtige."
„Daran habe ich nie gezweifelt, obschon ich mich stellte, alsob ich das Gegcntheil glaubte. Geht zu ihm, Atwood, und sagtihm, ich lasse ihn bitten, daß er bei seiner Rückkehr am Plauta-genct vorüberfahre, und Mr. Magrath ersuche, so bald als möglichan's Land zu kommen. Zugleich muß mau für ein Fuhrwerk sorgen,das ihn vom Landungsplätze hieher bringt, und ebenso möge er,wenn cs anders in seinen Wünschen liegt, seinen eigenen Chirurgengleichfalls hieher beordern."
Mit diesen Aufträgen verließ der Sekretär das Zimmer, wäh-rend sich Sir Gcrvaise nach Tom Wychecombe wandte und ihmeinige Worte der Theilnahme zuflüsterte, wie sie bei so traurigenVeranlassungen natürlich sind.
„Ich denke, es ist Hoffnung vorhanden, Sir," fuhr er fort;„ja, Sir, ich denke, wir dürfen Hoffnung hegen, obwohl Euerverehrter Oheim kein Jüngling mehr ist — jedenfalls hat ihmdieser frühzeitige Aderlaß sehr gut gcthau, und können wir nur nochfür den armen Sir Wychcrly einige Zeit gewinnen, so werdenunsere Anstrengungen wohl nicht weggeworfeu sein. Ein plötzlicherTod ist etwas Schreckliches, Sir, und Wenige von uns sind wederin ihrem Geiste, noch in ihren Geschäften auf einen solchen vorbe-