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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
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sicher wie bei Ihrem leiblichen Bruder bewahrt bleiben soll. Ihreigener, wie Ihrer Tochter Charakter, kann durch die mißverstan-denen, aufgeregten Berechnungen eines Einzelnen nicht berührt wer-den, und so hat diese Gelegenheit nur dazu gedient, mich mit Ihnenund Ihrer bcwundcrnswcrthen Tochter näher bekannt zu machen,als ich sonst wohl durch jahrelangen Verkehr geworden wäre."

O, Admiral Bluewatcr! beurtheilen Sie ihn nicht allzustreng! Er ist wieder zu lange an jener unglückseligen Tafel ge-sessen, die, wie ich fürchte, dem armen, guten Sir Wycherly denUntergang gebracht hat, er wußte nicht, was er sagte. Nochnie zuvor habe ich ihn in so schrecklicher Laune gesehen; noch nie-mals zeigte er Lust, mit den Gefühlen dieses süßen Kindes zuscherzen oder sie gar zu verwunden!"

Ihre außerordentliche Aufregung ist der beste Beweis dafür,meine gute Frau, und bestätigt Ihre Aussage vollkommen. Be-trachten Sie mich als Ihren aufrichtigen Freund, und haben Siezu meiner Verschwiegenheit das vollste Vertrauen."

Mit dankbarem Herzen lauschte die betrübte Mutter seinentröstenden Worten. Mildrcd aber wand sich verwundert aus ihrerungewöhnlichen Lage, und wußte sich nicht recht zu erklären, durchwelche Verblendung sie eigentlich darein gerathen sein konnte.

Neuntes Kapitel.

Ach, Montague!

Bist du es, Bruder, so nimm meine Hand,

Und meine Seel' leg' ich dir auf die Lippen!

Du liebst mich nicht, denn, Bruder, thatest du's,

Sv würden deine Thränen dieses Blut,

Das kalt, geronnen, mir die Lippen schließet,

Abwaschen. Komm', komm', Montague, sonst sterb' ich!

König Heinrich Vl.

Sir Wycherly lag in der Thal an einem Schlaganfalle dar-nieder. Es war die erste ernstliche Krankheit, von der er während