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für gut fand, noch weitere geheimere in sich verbergen. Mildredhatte durch die unwicderstchliche Zartheit ihres Ausdrucks, die,so sehr die Schönheit von Gesicht und Gestalt auch anzog, dochimmer noch tausendmal einnehmender war als diese — schon Man-chen sich zum Freunde gewonnen; warum sollte der achtungswür-dige alte Seemann nicht auch unter die Letzteren gehören?
In diesem Gedankengange wurde sic durch Duttons plötzlichen,unwillkommenen Eintritt unterbrochen. Er war so eben von SirWychcrly's Krankenlager znrückgekehrt, und wollte nun Frau undTochter aufsuchen, um ihnen die Weisung zu erthcilen, daß sie sichanschicken sollten, den ihrer harrenden Wagen zu besteigen, der sienach ihrer Wohnung zurückbringcn sollte.
Der arme Unglückliche war gerade nicht in dem Grade be-trunken, daß er des Gebrauchs der Sprache oder seiner Gliedmaßenberaubt gewesen wäre; doch aber hatte er gerade so viel zu sich ge-nommen, daß der böse Dämon in ihm wach geworden war und diewahren Geheimnisse seines Innern blos zu legen drohte. SeineNerven waren heute mehr gespannt als gewöhnlich, und der Weinhatte vollends die ganze Thatkraft eines Mannes aufgeregt, dessenEntschlüsse nur selten aufrichtiges Gefühl oder rechtschaffenes Han-deln gerichtet waren.
Die Dunkelheit des Zimmers, sowie die leichte Verwirrung,die immer noch in seinem Kopfe herrschte, hinderten ihn, die Per-son seines Vorgesetzten in dem finsteren Winkel zu bemerken; soglaubte er sich abermals mit den Personen allein, die so ganz vonseiner Willkür abhingen, und schon so lange seine brutale Tyranneigeduldig getragen hatten.
»Ich hoffe, Dntton, Sir Wycherly befindet sich besser?"nahm seine Frau das Wort, da sic fürchtete, ihr Gatte möchte sieBeide zu sehr bloßgeben, noch ehe er die Anwesenheit seines Vor-gesetzten bemerkt haben würde. „ Admiral Blucwater wünscht eben sodringend, wie wir selbst, den wahren Stand der Sache zu erfahren."