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ist kein Mann in unserem Dienst, der für das, was er gethan hat,weniger als dn belohnt worden wäre."
„Es thnt mir leid, diese Ansicht bei dir zu vernehmen, denngerade in diesem Augenblick glaube ich am wenigsten Grund zuhaben, mich über die regierende Familie und die Minister dcßhalbzu beklagen. Ich trat ja auch als blutjunger Mensch in den Dienst,und seitdem wurde wenigstens keiner meiner Altersgenossen mirvorgezogen."
Der Viccadmiral blickte seinem Freunde scharf in'S Gesicht, dennnie zuvor hatte er eine ähnliche Stimmung bei ihm getroffen,welche, wie er sich dachte, so sehr seinen festen Entschluß vcrricth,den Dienst des jetzt regierenden Herrn zu verlassen — wie eben jetzt.Von Kindheit an mit allen Scclcnzuständen seines Freundes be-kannt, erschaute er mit raschem Blick, daß dieser, eben als er selbstmit seiner eigenen Acußcrung hervorbrach, wie nämlich kein Offi-zier für seine kriegerischen Verdienste mit weniger Freigebigkeitals der Contrcadmiral belohnt worden sei — in demselben Augen-blicke sich zu überreden gesucht hatte, der von ihm beabsichtigtenHandlung, welche rein nur aus seiner aufopfernden, ritterlichenGesinnung hcrvorging, könne keinerlei selbstsüchtiger, unwürdigerBeweggrund unterstellt werden.
Dem ächten Egoisten wird nichts schwerer, als einen Mannvon wahrhaft uneigennütziger Gesinnung zu begreifen, während Leute,die für edle Eindrücke empfänglich und bereit sind — die sich nurdurch solche leiten lassen, einander mit instinktartigcr Leichtigkeitverstehen. Wenn ein Einzelner dem Glauben sich hingibt, daß inder Welt das gute Element vor dem schlimmen vorherrsche, so istLieß ein Zeichen von Uncrfahrcnhcit oder Geistesschwäche*); wennEiner aber immer so handelt und denkt, als ob alle Tugendund Ehre von der Erde verschwunden wäre, so liefert er selbst denbesten Beweis gegen seine eigenen Absichten und seine» Charakter.
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D. n.