133
„Dann bedarf ich deiner jedenfalls, um mich in den Gränzender Vernunft znrnckznhalten," fuhr Sir Gcrvaise fort, indem erplötzlich in seinem Spaziergänge inne hielt und seinem Freundelächelnd in's Gesicht schaute. „Aus die eine oder andere Weise bistdu mir immer unentbehrlich."
„Ich verstehe recht wohl die Absicht Eurer Worte, Sir Ger-vaise, und weiß die freundliche Gesinnung zu schätzen, welche siediktirtc. Auf alle Fälle dürft Ihr vollkommen überzeugt sein, daßich keine Nebereilung und noch viel weniger einen Trcnbruch be-gehen werde. Wenn ich auch König Georg den Rücken kehre, sothuc ich's in einer Beziehung wenigstens als treuer Untcrthan,was er auch sonst von der Sache halten mag, und wenn ich zuKarl Eduard, meinem wahren Fürsten, stoße, so wird dich jedenfallsmit reinem Gewissen geschehen, und er wird sich keinen Augenblickscheuen dürfen, dasselbe auf die Probe zu stellen. — Schon dieNamen, die er trägt, müssen uns die alten Fürsten dieses Landesin's Gedächtnis; zurückrufen: sie sollten schon von selbst die Theil-nahme jedes Engländers erwecken."
„Ach ja, ganz besonders der Name Karl," bemerkte der Vice-admiral mit einem leichten Nascnrümpsen. „Da ist zum Beispielder zweite Karl — der heilige Karl, wie unser guter Wirth, SirWychcrlu, ihn nennen würde — der ist ja ein wahres Muster voneinem Prinzen und verdient die Bewunderung aller Engländer.Und sein Vater— der stammte aus der Schule der Märtyrer vonder Stcrnkammcrl"
„Beide stammten in gerader Linie von dem Eroberer und zu-gleich von den sächsischen Königen ab, und vereinigten also in ihrergeheiligten Person gedoppelte Ansprüche aus den Thron diesesLandes. Ich habe von jeher Karl II. nicht sowohl für lasterhaftgehalten, als vielmehr das Opfer des rebellischen Benehmens seinerUnterthanen in ihm erkannt und bedauert. Er wurde ans demLande seiner Väter in eine höchst verderbte Gesellschaft hinaus-