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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
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den Kolonien stolz zu sein, als sich derselben zu schämen, und Siewissen doch, daß wir in England die Leute in den Kolonien kaumals unsers Gleichen betrachten."

Und besitzen etwa auch Sie, junge Dame, das nämliche, weit-herrschende Vorurtheil ihres eigenen Eilandes?"

Ich hoffe nicht; doch sind, wie ich glaube, die meisten Men-schen davon eingenommen. Mr. Wycherly Wychceombe gibt selberzu, daß Virginia in tausend Dingen sich nicht mit England messenkann, und doch scheint er auf sein Geburtsland stolz zu sein."

Jedes Gefühl dieser Art hängt mit unserer Eigenliebe zu-sammen. Wir wissen, daß die Sache nun doch einmal nicht zuändern ist, und mühen uns, auf Etwas stolz zu sein, wofür wirdoch nicht verantwortlich sind. Der Türke wird Ihnen sagen, daßer die Ehre hat in Stambul geboren zu sein, der Pariser rühmtsich seiner Faubourg und das Londoner Stadtkind triumphirt übersein Wapping. Persönliche Eitelkeit und nichts Anderes ist beialle Dem im Spiele. Wir glauben, der Ort, dem wir angehören,könne unmöglich ein solchersein, dessen wir uns zu schämen brauchten."

Und doch traue ich Mr. Wycherly nichts weniger als einebesondere Eitelkeit zu. Er ist im Gcgentheil höchst anspruchslosund mißtrauisch gegen sich selbst."

Dieß sprach das Mädchen in seiner unschuldigen Einfalt mitsolchem Nachdruck, daß ihr Zuhörer unwillkürlich sein durchdrin-gendes blaues Auge auf die Sprechende richtete, die nun erst miteinem Male zusammenschrak, da sie fühlte, daß sie wohl etwas zuviel gesagt haben mochte. In diesem Augenblick traten die beidenjungen Männer in das Zimmer, und mit ihnen erschien ein Dienermit der Bitte an Admiral Bluewatcr, daß Letzterer seinen Freund,Sir Gervaise Oakes, auf dessen Zimmer mit einem Besuche beeh-ren möchte.

Nach Tom Wychecombe's Bericht befand sich die Zechgesellschaftbereits in einem Zustande, der jedem Andern als einem Drei- oder