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„Ich bin herzlich froh, dieses Bekcnntniß auS Ihrem Mundezu vernehmen, denn — soll ich offenherzig sein und mir eine Frei-heit erlauben, die einem seit zwölf Jahren mit Ihnen vertrautenFreunde wohl eher, als einem eintägigen Bekanntenzukommcn möchte
— und doch, ich weiß nicht, wie cs kommt, mein theurcs Kind, abertrotzdem, daß ich gewiß weiß, daß wir uns nie zuvor getroffen ha-ben, ist mir doch geradeso, als ob ich Sieschou längst gekannt hätte."
„Vielleicht ist dicß ein Vorzeichen, Sir, daß wir uns in Zu-kunft noch lange bekannt bleiben sollen," sagte Mildred mit der ein-nehmenden Vertraulichkeit argloser, unschuldiger Jungfräulichkeit.„Ich hoffe, Sie werden mir nichts vorcnthaltcn."
„Nun gut; so will ich Ihnen denn, auf die Gefahr, einenargen Mißgriff zu begehen, geradezu bekennen, daß ,mein NeffeTonff meinetwegen alles Andere, nur nicht ein einnehmender Jungeist, und daß ich ferner die Hoffnung hege, er möchte vor AllerAugen in dem nämlichen Lichte erscheinen, in welchem ein Seemannvon Fünfundfünfzig ihn betrachtet."
„Ich kann nur für die eines neunzehnjährigen Mädchens ein-stchen, Admiral Bluewater," bemerkte Mildred lachend, „darfIhnenaber als solches wohl bekennen, daß ich ihn weder für einen Adonisnoch auch für einen Crichton halte."
„Bei meiner Seele! das höre ich von Herzen gern, denn derBursche besitzt zufällige Bortheile genug, die ihn wohl furchtbarmachen könnten. Er ist der Erbe der Baronctswürdc und dieserHerrschaft, wie ich glaube?"
„Ich vermuthe so. Sir Wvchcrly hat keinen andern Neffen —oder wenigstens ist er, wie man sagt, der älteste von drei Brüdern
— und da Sir Wycherly selbst kinderlos ist, so muß cs wohl sosein. Mein Vater sagt mir, Sir Wycherly spreche immer vonMr. Thomas Wnchccombe als seinem künftigen Erben."
„Ihr Vater! Ja, die Väter betrachten derartige Dinge mitganz andern Augen als ihre Töchter!"