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dachte in ihrer eigenen Stellung nur wenig daran, daß dadurchMartha Ray — dieß war Mrs. Dnttons früherer Familienname —nne Lebensbahn eröffnet wurde, welche vielleicht unter all' Denen,die sich einem tugendhaften, verständigen Mädchen darbicten, amallerwenigsten zu beneiden fein machte — was, nebenbei bemerkt,noch ganz besonders vor hundert Jahren der Fall war, wo Er-ziehung überhaupt und weibliche Erzieherinnen insbesondere nochnicht so geschätzt waren wie heutiges Tags, da die Welt, trotzall' ihrer Fehlerhaftigkeit und Uebcrfeincrung, in der wahren Eivilisa-tion und geistigen Ausbildung nach tausend verschiedenen Gesichtspunk-ten hin unbestreitbar die größten Fortschritte gemacht hat. Nichts-destoweniger erhielt Martha jene feinere Bildung, welche in vielenBeziehungen Gefühle, Ansichten und Neigungen in ihr begründeten,die aus das künftige Leben der Pflegebefohlenen von dem ent-scheidenstcn Einflüsse sein mußten — ob sie wirklich mehr zum Glückoder Unglück derselben beitrugen, dieß ist eine Frage, deren spätereBeantwortung wir der Einsicht unserer Leser überlassen wollen.
Frank Dntton, damals ein hübscher, wenn auch sehr ungebil-deter, junger Schiffslientcnant, vereitelte Lady Wilmcters Plane undheirathcte Martha Ray in ihrem zweiundzwanzigstcn Jahre. DiePartie war fast in jeder Hinsicht sehr passend, mit einziger Aus-nahme der beiderseitigen Verschiedenheit in Charakter und Erziehung— allerdings eine höchst wichtige Ausnahme. Da übrigens eineFrau recht wohl feiner gebildet, und in manchen Dingen sogarverständiger sein darf als ihr Mann — da überdieß die Seeleutezu Anfang des achtzehnten Jahrhunderts eine, der übrigen Gesell-schaft gegenüber, viel verschiedenartigere Mcnschcnklassc ausmach-tcn — so wäre das Vcrhältniß des jungen Paares mit ihremkünftigen Wohlergehen durchaus nicht unverträglich gewesen, wennJedes von Beiden seine Laufbahn in der mit ihren eigenthümlichenPflichten am besten übereinstimmenden Weise verfolgt hätte.
Der junge Dntton hatte seine hübsche Frau nebst den zweitau-