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bei allen Gelegenheiten und unter allen Umständen schien den beidenedelgesinnten tapferen Seemännern nur das eine Ziel vor Augenzu schweben — nämlich das, einander gegenseitig gefällig zu sein,und dieser Zweck war bisher erreicht worden ohne alle sonderlicheBemühung oder ein Haschen nach Effekt, rein nur aus natürlichem,freiwilligem Triebe des Herzens.
Jetzt aber zum ersten Male in ihrem Leben waren Ereignissecingetrctcn, welche die Harmonie ihrer Herzen mit einer starkenDissonanz bedrohten oder gar Handlungen in Aussicht stellten,welche Beide unausbleiblich in offener, erklärter Feindschaft einandergcgenüberstcllen mußten. Kein Wunder also, wenn sie mit düsterenVorahnungen und mit einem Mißtrauen in die Zukunft schauten,welches Beide, wenn auch nicht unglücklich, so doch höchst unruhigmachte.
Sechstes Kapitel.
Der Kreis ist fertig und wir sitzen stumm,
Wie auf dem Zifferblatt die Zeichen rings herum;
Und alle fünf Minuten zeigt ein Zischen
„Ja" oder „Nein, Madame!" — wie traurig die Minuten uns entwischen.
Cowper.
Es ist wohl kaum nöthig, dem Leser zu sagen, daß England,was materiellen Fortschritt betrifft, vor hundert Jahren gegenseinen heutigen Standpunkt noch sehr weit zurück war. Das Jahr-hundert, von dem wir schreiben, war das Zeitalter der schwerenWagen, der sechsspännigen Kutschen und vierspännigen Postchaisen,nicht aber die Periode der macadamiflrten Straßen und der Dainpf-wagen. Heutiges Tags kann Einer aus einem sechzig bis achtzigMeilen entfernten Landsitze bequem bis zum Mittagessen eintrcffen,unddieß noch dazu nur mit einem einzigen Paar Pferde; im Jahre1745 aber hätte man bei einer solchen Einladung wenigstens den