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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
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von den edelsten Absichten geleitet. So oft Vorurtheile das Reiz-mittel für die Unwissenheit werden, läßt sich überhaupt kein anderesErgebniß erwarten, und die Erfahrung der Welt hat bei der Leitungder menschlichen Dinge den Redlichen und Einsichtsvollen als Lohnfür die Mühen und Drangsale, womit politische Revolutionen inder Regel bewerkstelligt werden nur ein einziges Resultat übriggelassen: die Ueberzeugung nämlich, daß sich überhaupt gar keineEinrichtungen treffen lassen, welche nicht nach kurzer Zeit durch denScharfsinn der jedesmaligen Machthaber aus ihrer ursprünglichenBahn gerissen und wohl gar zum direkten Gcgentheil verkehrtwerden können. Mit einem Wort wie die physische Con-stitution des Menschen unfehlbar zur Abnahme der Kräfte und zuallmähligcr Schwäche führt: wie sie zur Erfüllung der Zweckeder Vorsehung ein neues Wesen, eine neue Existenz gebieterischfordert ganz ebenso enthalten die moralischen Constitutionen als Früchte der menschlichen Weisheit schon in sich selbstden Keim jeden Mißbrauchs und endlichen Verfalls, einen Keim,welchen die Selbstsucht des Menschen ebenso gewiß zu »ähren sichbemühen wird, als seine Nachsicht stets bereit ist, unserer Na-tur, wie sie glaubt, zu Hilfe zu kommen, und gerade dadurchdie Annäherung des Todes zu beschleunigen.

So haben wir auf der einen Seite den fortwährenden Beweg-grund der Täuschung und Hoffnung, der uns zu dem Wunsche nachUmänderungen der geselligen Ordnung verleitet und aus derandern die Erfahrung von Jahrhunderten, welche beweist, wieungenügend sie Alle für die von uns ersehnte Glückseligkeitbleiben. Macht die Welt wirklich Fortschritte in der Humanitätund Civilisation, so geschieht dieß aus dem einzigen Grunde, weildie menschliche Erkenntniß ihre Früchte aus jedem Boden undunter jedweden Bedingungen des Anbaus und der Verbesserungemporkcimcn läßt.

Sir Gervaise Oakcs und Admiral Bluewater glaubten den