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„Nun, mag's auch immer so sein, wie du behauptest, so be-weist es wenigstens, Sir Wycherly, daß ich mir meine Freunde niemalsum ihrer schlimmen Eigenschaften willen wähle. — Doch Sie,meine junge Dame, müssen mir jetzt die Frage erlauben, ob Sieeinen gewissen Mr. Wycherly Wychecombe kennen — er ist ein Na-mensvetter, aber, wie ich höre, kein Anverwandter von nnscrcm verehr-ten Wirthe, und dient als Lieutenant in seiner Majestät Flotte."
„Ei freilich, Sir Gervaise," antwortete Mildred, und schlugzitternd, ohne eigentlich zu wissen, warum — die Augen zu Bo-den; „Mr. Wychecombe hält sich schon einige Monate in derhiesigen Gegend auf, und da müssen wir doch wohl Etwas von ihmwissen?"
„Dann können Sie mir vielleicht auch sagen, ob er wohl sonstim Dienste zu säumen pflegt. Dabei will ich aber keineswegs fra-gen, ob er vielleicht schon in Ihrem Dienste gezaudert hat, sondernob er z. B. auf einem guten Renner seine zwanzig Meilen nichtetwa in acht bis zehn Stunden zurücklegen könnte?"
„Ich denke, Sir Wychcrlv wird Ihnen am besten sagen kön-nen, Sir, daß Mr. Wychecombe dicß recht wohl vermag."
„Ja, ja, Sir Wycherly, was das Segeln betrifft, da mag erwohl ein Wychecombe sein — ein Plantagcnet aber ist er nicht,sonst hätte der junge Herr schon seit mehreren Stunden unfehlbarzurück sein müssen!"
„Ich bin auch sehr überrascht darüber, daß er seitdem nochnicht zurückgckehrt ist," bemerkte der gutherzige Baronet. „Er istdoch flink, kennt die Gegend, und in der ganzen Grafschaft ist keinbesserer Reiter — nicht wahr, Miß Mildrcd?"
Mildrcd fand nicht für nöthig, auf diese direkte Aufforderungeine Antwort zu geben. Sie hatte sich zwar seit dem Unfälle aufder Klippe alle Mühe gegeben, ihre Gefühle zu bcmcistcrn; den-noch überzog Todtenblässc ihr liebliches Antlitz, wenn sie sich vor-stellte, daß den Abwesenden ein neues Unglück betroffen haben