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setzen, wie mein würdiger Großvater zu thuu pflegte. Englandkann aber ebensowenig zwei Sir Wycherlffs brauchen, als dieWelt zwei Sonnen auf einmal brauchen kann. Ist das nicht auchIhre Meinung, Miß Mildrcd?"
Der Baronct hatte über seine eigene Anspielung gelacht, zumBeweis, daß er halb im Scherze rede; da aber die Frage zu direktan Mildred gerichtet war, als daß sie der allgemeinen Aufmerksam-keit hätte entgehen können, so sah sich das verwirrte Mädchen ge-nöthigt, eine Antwort zu geben.
„Ich möchte fast behaupten, Mr. Wychecombe wird nieeinen so hohen Rang einnehmen, daß eine derartige Verlegen-heit dadurch entstehen könnte," sprach sie und zwar aus vollem,aufrichtigem Herzen; denn ohne vielleicht selbst daran zu den-ken, hoffte sie doch insgeheim, daß nie ein solcher Unterschieddes Ranges zwischen dem Jünglinge und ihr selbst geschaffenwerden würde. „Sollte dieß aber dennoch der Fall sein, so,denke ich, würden seine Rechte ebensogut wie die eines Anderensein, denn eS ist ja Pflicht für ihn, seinen Namen mit Ehrenaufrecht zu halten."
„In einem solchen Falle, der allerdings, wie Miß Mildredsehr richtig bemerkte, unwahrscheinlich genug ist," warf Tom Wyche-combe ein, „können wir freilich gegen die Ritterwürde gar nichtseiiewenden, denn diese kommt vom König, und er kann, wcmsis ihmbeliebt, einen Kaminfeger zum Ritter schlagen; was aber denNamen betrifft, da ließe sich wieder eine andere Frage anfwersen.So wie die Sache jetzt steht, ist sie schon schlimm genug: wenn esaber vollends gar zwei Sir Wycherly's gäbe, dann, glaube ich,würde mein thcnrer Oheim sehr Unrecht thun, wenn er einen solchenEingriff in das, was Einer seine Persönlichkeit nennen könnte, ge-duldig hinnehmen wollte, ohne zuvor darüber Nachforschung anzu-stellen, mit welchem Rechte der Herr den einen oder andern derbeiden Namen trägt — und da möchte das Resultat am Ende wohl