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Mädchen von ihren Verhältnissen fast zu kostbar erschien, ihr denSchein einer bescheidenen Eleganz verlieh. Mrs. Dutton war eineeinfache, ehrbare Matrone, die Tochter eines Rentmeisters bei einemEdelmannc in der nämlichen Grafschaft; sie zeigte in ihrem GesichteSpuren eines tiefen Seclenleidens und eines Kummers, den sie bisjetzt vor der Herzlosigkeit der Welt verschlossen gehalten hatte.
Der Baronct war so sehr daran gewöhnt, seine demnthigcnNachbarn bei sich auf Besuch zu sehen, daß sich eine Art von Ver-traulichkeit zwischen ihnen entspannen hatte. Sir Wycherly, derüberhaupt alles Andere, nur nicht ein scharfer Beobachter war,suhlte, ohne eigentlich selbst zu wissen, warum — oder wenigstensohne den wahren Grund dieser steten Trauer zu ahnen, eine innigeThciinahme für die melancholisch ansschcnde Mutter, deren Herz durchfortwährende Leiden beinahe gebrochen zu sein schien. Mildreds ju-gendliche Schönheit aber hatte auch bei dem Baronet ihre gewöhn-liche Wirkung nicht verfehlt und ihr den alten Junggesellen zumFreunde gewonnen. Herzlich schüttelte er daher Allen in der Rundedie Hände, indem er Mrs. Dutton seine Freude über ihr Erscheinenausdrückte und der Tochter zu ihrer völligen WiederherstellungGlück wünschte.
„Tom hat, wie ich sehe, seine Schuldigkeit nicht vernachlässigt,"fuhr er fort, „während ich selbst durch einen dummen Burschen miteiner Klage gegen einen Wilderer aufgehaltcn wurde. Mein Namens-vetter, der junge Wycherly, ist noch nicht zurück, obschon bereitszwei Stunden über seine Zeit verflossen sind, und Mr. Atwood be-hauptet, der Admiral sei wegen seiner Depeschen einigermaßen inUnruhe. Ich kann ihm aber gleichwohl versichern, daß, obwohl ichnicht die Ehre habe, Mr. Wycherly Wychecombe, der von Geburtblos ein Virginier ist, unter meine Verwandten zu zählen — derjunge Mann dennoch äußerst zuverlässig ist, und daß, was auch denCourier auf seinem Wege aufgehalten haben mag, seine Depeschendennoch sicher geborgen sein werden."