dcr Andere mit Mer Ehrerbietung, welche der Niedere gegen denHöheren bei nur einigem Rangunterschied, ja selbst trotz derinnigsten Freundschaft bei jeder andern Gelegenheit — im Diensteund vollends im Seedienstc niemals aus den Augen läßt: „ guteKapitäns — lenksame Schiffe. Die unsrigen sind nun schon solange beisammen gewesen, daß sie sich trefflich auf ihre gegenseiti-gen Bewegungen verstehen, und so hat jedes Schiff in dcr Flotteso gut wie dessen Kommandant seinen eigenthümlichcn Charakter!"
„Sehr richtig bemerkt, Admiral Blucwater, „und doch ist keinzweiter Offizier in Seiner Majestät Diensten, der eine Flotte beieinem solchen Nebel in dieser musterhaften Ordnung vor Anker ge-bracht hätte, und Ihr mußt mir erlauben, Sir, Euch meinenbesonder» Dank für die Belehrung auszudrücken, welche Ihr da-durch nicht nur den Kapitäns, sondern auch dem Oberkommandantenertheilt habt. Ich meines Theils muß jedenfalls eine solche Ge-schicklichkeit bewundern, wenn ich sie auch nicht aufs Haar hin nach-znahmen im Stande bin."
Der Contreadmiral lächelte blos, und berührte seinen Hut zumDanke für das Kompliment, gab aber keine direkte Erwiederungauf die verbindliche Rede seines Freundes. Unterdessen war auchSir Wycherly mit den klebrigen herangckommen und die üblicheVorstellung nahm ihren Anfang. Sir Wycherly drang mit sovieler Herzlichkeit in seinen neuen Bekannten, daß dieser die Ein-ladung, als weiterer Gast mit ihm auf's Schloß zu gehen, un-möglich ausschlagcn konnte.
„Die beiden Herren, Sir Wycherly und Sir Gervaisc, bestehenso ernstlich ans der Sache, daß ich meine Zustimmung wohl nichtlänger verweigern kann," erwiederte endlich der Contreadmiral.„Da es übrigens unserer Vorschrift für den auswärtigen Dienstzuwiderläuft — und eine uns gänzlich unbekannte Rhede, wie diese,darf ich doch wohl eine auswärtige Station nennen — da eS alsogegen unsere Dienstvorschrift wäre, wenn beide Flaggenoffiziere fern
Die beide» AdmirMe. 6