54
„Eines Luggers! — ha wie! — Atwood? Ihr meint dochnicht In VoItiA6U86, junger Herr?"
„Dieß war der Name des Schiffs, Sir — wir trafen cs aufder Rhede von Croix."
„So habe ich das Vergnügen, Mr. Wychccombe vor mir zusehen — den jungen Offizier, der jenen tapferen Angriff leitete?"
Bei dieser höchst schmeichelhaften Anrede erhob sich der Fremdeund nahm den Hut ab; seine Worte verriethen dabei eine Wärme,eine ungekünstelte Herzlichkeit, welche deutlich bewies, wie sehr seineGefühle mit dem, was er sprach, im Einklänge standen.
„Ich heiße Wychccombe, Sir," antwortete der Andere underröthete bis über die Schläfe, während er den Gruß höflich erwie-derte; „übrigens hatte ich nicht die Ehre, den genannten Angriffselbst zu kommandiren, denn einer unserer Schiffslieutenants befandsich auf dem zweiten Boote."
„Ja, ja — ich weiß das Alles — er wurde zurückgeschlagenund Ihr habt einstweilen geentert und die Eroberung vollendet.Was haben nun unsere Lordkommissäre in der Sache gcthan?"
„Alles, was nöthig ist, so weit es nämlich mich selbst betrifft,Sir, das kann ich Euch versichern; schon die Woche darauf wurdemir ein Lieutcnantspatcnt übersendet. Ich wünschte nur, sie wärengegen Mr. Walton gleich großmüthig gewesen, denn er erhieltebenfalls eine schwere Wunde, und benahm sich so tapfer, wie nurein Mann sich benehmen konnte."
„Das wäre nicht eben so weise gewesen, Mr. Wychccombe,denn eine fchlgeschlagcne Unternehmung wäre dadurch auch nochbelohnt worden," antwortete der Fremde kalt. „Das Gelingen einerSache gilt uns im Kriege am höchsten. — Ha! jetzt endlich fangendie Bursche an, sichtbar zu werden, Atwood."
Diese Bemerkung zog Aller Augen wieder nach der Sec, wosich nunmehr ein Schauspiel eröffnete, das in der That eines flüch-tigen Blickes wohl würdig war. Der Nebel schien sich jetzt in eine