49
James hatte alles Andere weit eher, als den Geruch eines gottes-fürchtigen Mannes hinterlasscn, und der Qnarticrmeister, der lieberdas Gegcntheil der Wahrheit bestätigen, als Gefahr laufen wollte,seinen Grundherrn zu beleidigen, schickte sich eben an, Sir Wycherly'sBehauptung mit so vieler Keckheit, als er nur immer aufbietenkonnte, zu wiederholen, als glücklicherweise in dem Stande desNebels eine Acndcrung vorging, die ihm eine, günstige Gelegenheitbot, dem Gespräche eine passendere Wendung zu geben.
Den ganzen Morgen über hatte, so weit das Auge reichte, eindichter Ncbcldunst die See bedeckt und diese ihrer ganzen Ausdeh-nung nach in eine einzige weiße Rauchwolke cingehüllt, so daß aufdem Gipfel des Stationshügels auch nicht das Mindeste zu sehenwar. Die leichteren Dunstwölkchen hatten im Anfänge auch dieLandspitze umzogen und diese ans eine weite Entfernung unsichtbargemacht; alltnählig aber hatte sich alles Gewölk in eine einzigedichte Masse gesammelt, die von dem Spiegel des Meeres bis etwaauf zwanzig Fuß unterhalb des Gipfels sich ausbreitete. Es warzwar noch sehr früh am Tag, doch äußerte die Sonne immer mehrihre Kraft, indem sie rasch die feineren Nebcltheilchcn einsog, sodaß die Atmosphäre über der dünnen Wolkenschichte, die noch aufden Gewässern ruhte, rein und klar hervortrat und meilenweit dieGegenstände deutlich erkennen ließ.
Es herrschte eben ein leichter Seewind, von der Art, wie'sdie Seeleute eine ,fächelnde Brise ^ zu nennen pflegen, d. h. einLüftchen, gerade stark genug, um die leichteren Segel eines Schiffsunter der gedoppelten Einwirkung des Windes und der Bewegungdes Rumpfes bald anschwellcn und bald wieder zusammensinken zulassen — ein Manöver, das in gewissem Grade mit dem Schwenkeneines Damensächers Aehnlichkeit hat und davon wohl auch seinenNamen erhalten haben mag.
Duttons Auge hatte über dem Nebel das oberste Segel einesSchiffs entdeckt, das gerade in einer solchen Bewegung begriffen
Die beiden Admirale. 4