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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
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Der Gedanke, daß das Tau, so dünn und gebrechlich es auchschien, sür die beabsichtigte Rettung dennoch von Nutzen sein könne,leuchtete dem Mädchen augenblicklich ein, und im nächsten Momentstand sic bereits neben der Signalstange. Schon oft, wenn Trun-kenheit ihren Vater unfähig gemacht hatte, seinen Dienst zu ver-richten, hatte Mildred sür ihn die Signale empfangen und neueaufgesteckt; dieß war ein Glück für sie, denn so verstand sie gehörigmit der Signalleine umzugehen. In einer Minute hatte sie dieselbelvsgewunden, und ihrer ganzen Länge nach zusammengerollt zuihren Füßen liegen.

Ich bin fertig, Wycherly," rief sie abermals und schaute überdie Klippe hinab;soll ich Ihnen das eine Ende des Tau's zu-werfen? aber ach! ich selbst bin nicht stark genug, um Sieemporzuziehcn, und Sir Wycherly, wie mein Vater, scheinen Beideaußer Stande, mir Hilft zu leisten!"

Ucbereilen Sie sich nur nicht, Mildred, und Alles wird gutgehen. Sie dürfen nur das eine Ende der Leine um die Signal-stange wickeln, beide Enden au einander binden und in einen Kno-ten zusammenknüpsen: ist die Schlinge fertig, dann werfen Sie siemir über den Kopf. Aber nehmen Sie sich ja recht in Acht, daßSie der Klippe nicht zu nahe kommen, denn-"

Die letztere Ermahnung war unnöthig, denn bereits war Mildreddavongeeilt, um diesen Auftrag zu vollziehen. Ihr rascher Ver-stand begriff augenblicklich, was jetzt von ihr erwartet wurde, undihre stinken Fingerchen waren sogleich mit der neuen Aufgabe be-schäftigt. Wie der Jüngling sie angewiesen, knüpfte sie die beidenEnden der Leine in einen Knoten zusammen, und bald hing dieschwache Schlinge über die Klippe hinab, so daß sie Wychccombemit dem Arme erreichen konnte.

Für einen Landbewohner hält es schwer, die feste Zuversichtzu begreifen, womit ein Seemann an Tauen und Seilen jederGattung zu hängen pflegt. Man gebe ihm nur ein schwaches,

Die beiden Admirale. 3