halbverfaultes Stück gedrehten Hanfs in die Hand, und er wird mitgewohnter Kühnheit die lebensgefährlichsten Dinge unternehmen,während er ohne diese Hilfe vielleicht furchtsam davor znrückgcbcbtwäre. Von Jugend auf daran gewöhnt, in freier Lust an einemTau zu hängen, worauf er entweder feine Füße stützt oder woraner sich mit der Hand festhält, lernt sein Auge schnell unterscheiden,was ihm als Stütze dienen kann, und er wird ohne Zandern seinLeben einigen, wenn auch scheinbar noch so schwachen, Strängenanvertrauen, selbst wenn diese einem unerfahrenen Zuschauer jedesVertrauens nnwerth erscheinen sollten.
Die Taue an den Signalleincn sind dünner als ein kleinerMannsfingcr, werden dabei aber mit Sorgfalt gedreht, und nurdas beste Kabelgarn darf dazu verwendet werden. Ucberdieß wußteWychecombe, daß Mildreds Leine ein ganz neues Stück Tan war,da er sie erst die Woche zuvor selbst hatte aufmachen helfen. Geradediesem Umstand war es zu danken, daß das Seil lang genug war,um ihn noch zu erreichen, denn als er das Stück vom Schlageabgeschnittcn, hatte er absichtlich noch ziemlich viel zugegeben, fürden Fall, daß die Leine eingchen oder vielleicht gar abreißen sollte.So reichte sie bis auf etwa zwanzig Fuß unterhalb der Stelle, woer sich im Augenblicke befand.
„Jetzt ist's gewonnen, Mildred!" rief der junge Mann trium-phirend, sobald seine Hand die beiden Enden der Leine erfaßt hatte.Rasch schwang er sie dann in der Hohe der Arme um den Leib,um sich durch diese Vorsichtsmaßregel gegen alle Unfälle zu sichern.„Nun istAlles gut, theures Mädchen; Sie dürfen sich meinetwegenjetzt nicht inehr ängstigen."
Mildred zog sich nunmehr zurück, denn nicht um eine ganzeWelt hätte sie den verzweifelten Versuch mit arischen können, der,wie sic wohl wußte, jetzt noch bevorstand.
Mittlerweile hatte auch Sir Wycherly, der bis jetzt ein theil-nehmender Zeuge des Vorhergehenden gewesen war, die Sprache