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13 (1853) Die beiden Admirale : ein See-Roman
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daß Laster, Thorheit, Gemeinheit und Unwissenheit dcßhalb ent-schuldbar wurden, weil sie amerikanische Unarten seien; doch wahr-lich Grunds genug sür alle amerikanischen Federn, sie auss Leb-hafteste zu bekämpfen. Ein solcher Patriotismus verkehrt jeneGroßmuth Domitians in's gerade Gegentheil, womit er Jnvenal inseiner Nähe duldete, so lange dieser seine Satiren nur auf dasgroße Publikum im Allgemeinen richtete, ihn aber aus Rom ver-bannte , sobald er sich zu verleumderischen Angriffen ans Einzelneerniedrigte. Ein eben so verwerfliches Vornrtheil muß es genanntwerden, seine poetische Productivität allein auf das Geburtslandbeschränken zu wollen ein Vornrtheil, wie es eine Nation vonausgeprägtem Charakter und umfassender Welt-Ansicht wohl nichtin ihrer Mitte hegen kann, und in unfern Augen nahezu so verächt-lich, als jenes eben gerügte maaßlose Selbstlob. Wir für unfernTheil dürfen uns wohl einfach auf unsere Neigung berufen in einerWahl, über die doch am Ende mehr oder weniger nur die Indivi-dualität des Schriftstellers entscheiden kann: ein innerer Drangführte uns dazu, die vorliegenden Schilderungen zu versuchen, undin diesem Gebiete ist ein solcher Drang immerhin ein leidlich siche-rer Führer.

Dessenungeachtet aber muß sich der Amerikaner, wenn er Flot-ten zum Gegenstände seiner Darstellungen machen will, wohl oderübel entschließen, seine Flagge zu verlassen. Eine eigentliche ame-rikanische Flotte war noch nie versammelt, und wenn die Freistaa-ten auch das Material reichlich besitzen, um ein solches Phänomenzu schaffen, so schien doch seither immer noch der Wille zu fehlen.Sogar die Ereiruug des militärischen Ranges, der von der nöthi-gen Autorität über eine solche Schiffsmacht unzertrennlich ist, be-gegnete bis jetzt einem wunderlichen, ja gefährlichen Widerstandeinnerhalb der Räume der Nationalversammlungen, und wäre derTitel dieses Buchsder Admiral" anstatt:die beiden Admirale"gewesen, so hätten wir uns nur um so mehr nach einem Helden