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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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kann, theureS Herz, so ist eS das edle, hingebende Vertrauen, mitwelchem sich Euer Geschlecht der Gerechtigkeit und Treue des unsri-gen in die Arme wirft. Hat dieses makellose Herz je einem Zweifelüber den Werth eines lebenden Wesens, dem es seine Liebe schenkte,Raum gegeben?"

Gegen sich selbst oft, theurer Paul, und es heißt ja, dieEigenliebe setz der Grund aller unserer Handlungen."

Du bist die letzte Person, welche diesen Satz ausstellen sollte,meine Theure, denn diejenigen, welche sich am meisten Deines Ver-trauens erfreuen, erklären, daß alle Spuren von Selbstsucht ausDeinem W.sen verwischt setzen."

Die sich am meisten meines Vertrauens erfreuen? Nicht doch;mein theurer guter Vater hat wieder seine Lieblingsschwäche verra-th:n, indem er die Gabe, die er verlieh, über Gebühr erhob."

Dein trefflicher Vater weiß nur zu gut, wie gänzlich unnö-thig etwas der Art wäre. Wenn ich denn einmal die Wahrheitgestehen muß, so will ich sagen, daß ich ein Viertelstündchen mitder würdigen Anna Sidley verbracht habe."

Mit Nanny mit der lieben alten Nanny und Du bistschwach genug gewesen, Du Verrälher, den Lobsprüchen Gehör zuschenken, welche die Pflegerin ihrem Kinde ertheilt?"

Jedes Lob, das Dir erzeigt wird, meine angebetete Eva,ist meinen Ohren angenehm, und wer kann zuversichtlicher von jenenhäuslichen Eigenschaften, welche die Grundlage des häuslichen Glückesbilden, sprechen, als diejenigen, die von Deiner Kindheit an bis zudem Augenblick, in welchem Du die Pflichten der Gattin übernahmst,Dein innerstes Leben gekannt haben?"

Paule, Du rasest; das viele Studiren hat Dich verrücktgemacht!"

Ich bin nicht verrückt, meine heißgeliebte Eva, wohl aberin einem Grade gesegnet, daß wohl ein kräftigerer Verstand darüberzum Umschlagen kommen könnte."