512
Familie. Erst bei unserer Rückkehr fand ich, daß er Briefe vonseiner Gattin, der Lady Dunluce, hatte; aber ich ließ mir wenigträumen, daß Lady Dunluce Mabel Warrender war. Wie oftstehen wir einer richtigen Entdeckung so nahe und leben gleichwohlin Unwissenheit und Finsterniß dahin! Die DoucieS scheinen endlichdurch Nachforschungen, die ste über den ercentrischen John Asheton an-stellten, auf die Ansicht gekommen zu seyn, daß die Ehe gesetzlicheingegangcn worden war und kein Makel auf der GeburtPaulS hafte."
„Sie glaubten mit meinem Onkel Warrender lange, der JohnAsheton, dessen Ihr Erwähnung gethan habt, sey mein Vater,"versetzte Paul. „Aber einige spätere zufällige Entdeckungen über-zeugten ste von ihrem Jrrthum, und dann kamen ste natürlich ge-nug auf die Vermuthung, mein Erzeuger müsse in dem einzigenandern John Asheton zu finden seyn, von dem sie Kundschaft hat-ten einziehen können, und der, wahrscheinlich aus gutem Grunde,als Junggeselle gilt. Letzteren habe ich gleichfalls stets für meinenVater gehalten, vbschon er zwei oder drei Briefe, die ich an ihnschrieb, mit einer Gleichgiltigkeit behandelte, mit welcher man etwadie Ansprüche eines Betrügers zurückweist. In späterer Zeit warich zu stolz, einen Versuch zu Wiederaufnahme der Correspondenzzu machen."
„Dies ist John Asheton von NeScopeck, meiner Mutter Bru-der Sohn — ein so eingefleischter Hagestolz, wie nur einer inder Union zu finden ist," sagte John Esfingham lächelnd, trotzdes ernsten Gegenstandes und der tiefen Aufregung, welche ebennoch alle seine Gedanken in so hohem Grade dnrchwühlt hatte.„Er muß Eure Briese für eine Neckerei von Seiten einigerseiner spaßliebcnden Kameraden gehalten haben, und es nimmtmich nur Wunder, daß er eS für nüthig hielt, sie überhaupt zubeantworten."
„Er hat nur auf einen einzigen wieder geschrieben, und dieAntwort trug zuverläßig etwas von dem Charakter, den Ihr an-