510
träglich, denn er that, als glaube er, ich habe eine falscheAdresse im Westen angegeben, während ich dach in den mitt-leren Staaten gewohnt hätte. Zugleich warf er Winke hin, diemir damals unerklärlich waren, nun aber aus den Briefen, welcheich von Paul habe, hinreichend beleuchtet sind. Ich hielt ihn da-mals für grausam und gefühllos, aber er hatte Gründe für seinBenehmen."
„Und diese bestanden?" fragt Paul hastig.
„Aus den Briefen, mein Sohn, die Du mir gegeben hast, ent-nehme ich, daß die Familie Deiner Mutter auf die Ansicht gekom-men war, ich sey John Asheton von Lancaster, ein Mann von selt-samer GemüthSart, der in Spanien eine unglückliche Ehe einge-gangen hatte und dessen Gattin, wie ich glaube, noch in Paris lebt,obschon sie für sich selbst und ihre Freunde verloren ist. MeinVerwandter lebte zurückgezogen und hat sich von dem Schlage niewieder erholt. Da er eine von den wenigen Personen des Na-mens Asheton war, welche deine Mutter geheirathet haben konnten,so scheinen ihre Verwandten auf die Ansickt gekommen zu seyn, erhabe sich der Bigamie schuloig gemacht, und Paul sey deßhalb na-türlich ein illegitimes Kind. Aus Mr. WarrenderS Briefen gehthervor, daß er eine Zusammenkunft mit ihm hatte und von ihmsehr roh aus dem Hause gewiesen wurde, als er von dessen Frauzu sprechen begann. Die Familie war stolz, und da Milored indie Ewigkeit eingegangen war, so nahm man seine Zuflucht dazu,die Geburt des KindeS zu verheimlichen, um auf diese Weise einevermeintliche Schmach abzuwenden. Was mich betrifft, so rufe ichden allwissenden Gott zum Zeugen auf, daß mir der Gedanke, ichkönnte Vater seyn, nie zu Sinne kam, bis ich erfuhr, ein JohnAsheton sey Pauls Vater gewesen, und das Miniaturbild MildrcdWarrenderS, das ich in der Zeit ihres Brautstandes von Ihr er-hielt, habe Ähnlichkeit mit seiner Mutter. Die einfache Erklärung