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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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welche fast verbrecherisch erscheinen könnte. Ich habe ein Testamentvernichtet."

Doch nicht das meines Vaters?"

Das nämliche; aber eS geschah in seiner Gegenwart und,wenn auch nicht unbedingt mit seiner Zustimmung doch mit seinemVorwiffen. Als er mich von Euren Vorzugsrechten unterrichtete,rastete ich nicht, bis eS geschehen war, damit Ihr für jeden denk-baren Fall der unbestrittene, gesetzmäßige Erbe seyn wöget. VetterJack that zwar, als wolle er eS nicht gestatten; aber ich glaube,er schlief nur um so süßer in dem Bewußtscyn, daß dieser Act derGerechtigkeit vollbracht war."

Ich fürchte er hat gleichwohl nur wenig geschlafen, dennMitternacht war längst vorbei, als ich ihn verließ, und die Aufge-regtheit seines Geistes war von der Art, daß sie den Augen einesSohnes unheimlich Vorkommen mußte."

Und die versprochene Aufklärung wird die Wunde nur wiederneu aufreißen wozu sie also überhaupt? Ist eS nicht genug ander Gewißheit, daß Ihr sein Sohn seyd? Und haben wir dafürnicht seine feierliche Versicherung die Erklärung eines dem Grabenahen Mannes?"

Auf dem Rufe meiner Mutter darf kein Schatten haften blei-ben. Fehltritte kommen zwar überall vor, aber es ist schmerzlichach wie schmerzlich wenn ein Kind Schlimmes denken soll voneiner Mutter."

lieber diesen Punkt seyd Ihr bereits beruhigt. Was Ihrzuvor schon wußtet und John EffinghamS bestimmte Erklärungenmachen Euch zum Kinde einer untadeligen Mutter."

Keine Frage; aber dieses Opfer muß gleichwohl dem Geistemeiner Mutter gebracht werden. Es ist jetzt neun; die Frühstück-glocke wird bald läuten und dann werden wir die ganze traurigeGeschichte hören. Betet mit mir, Eva, daß sie nicht in einer Weiseausfalle, welche die Ohren eines Sohnes verwunden müßte."