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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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der Thätigk-it die erwünschten Wirkungen h-rvorbringt. Wir ha-ben hier zwei so vollkommene Wesen, als man gewöhnlich nurtreffen kann, und doch fühlen beide sich durch das Gefühl bedrückt,des Anderen nicht würdig zu seyn."

Ist also Liebe und noch obendrein crwiedcrte Liebe eineLehrerin der Demuth?"

Warum nicht? Es wäre kaum billig, diese Frage gegenEuch, eine verheirathele Fran, weiter zu verfechten, denn nachde» Pandekten der amerikanische» Gesellschaft kan» man wohl miteiner Miß in ihren Zehnen über Liebe philosophiren, darüber plau-dern, scherzen oder die Leidenschaft nach allen ihren Theilen zer-gliedern, während es dagegen vervehmt ist, mit einer Matrone da-rüber zu sprechen. Nun, eliaoun ü so» xoüt; wir sind in derThat ein wenig besonder in »nsern Gebräuchen und haben derDorfkoketterie und Liebeständeleien des Maibaums die Thüren un-serer Salons geöffnet."

Ist cS nicht besser, das, solche Thorheiten sich auf die Jugendbeschränken, als daß sie in das Heiligthum des ehelichen Lebenseingreifen, wie dies dem Vernehmen nach anderwärts nur allzusehrder Fall ist?"

Vielleicht. Gleichwohl gestehe ich, den »»verhüllten Manö-vern einer Mutter, eines Vaters oder einer beauftragten Freundinist leichter zu entkommen, als einer jungen Dame, die propriaporsonu auf eigene Rechnung angelt. Auf meiner Reise wurdenmir Dutzend Anträge gemacht-"

Anträge?" rief MrS. Bloomfield, indem sie beide Hände indie Höhe hielt und ungläubig den Kopf schüttelte.

Anträge bona liäe offene, crröthenmachcnde Anträge!Und warum nicht, Maam? Bin ich mehr als Fünfzig? Sehe ichnicht leidlich jugendlich für diese LebenSperiodc aus und besitze ichnicht sechs oder achttausend Thaler Renten?"

Achtzehn oder Ihr seyd schwer verläumdet."