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licherweise dadurch viele der angenehmsten Blendwerke des Lebenszerstört werden dürften, so wollen wir uns nicht auf eine Abhand-lung über die Arglist Cupidos einlaffen. Gehen wir dafür lieberzu meinen eigenen Bekenntnissen über, die ich um so bereitwilligeroblegen kann, weil ich weiß, daß sie ein nachsichtiges Gehör findenwerden und an eine Freundin gerichtet find, die sogar meine Thor-heitcn mit Liebe zu beurtheilen geneigt ist."
EvaS freundliches Lächeln, in welchem sich aber doch ei» schmerz-licher Zug aussprach, versicherte die Sprecherin, daß sie sich nichtgetäuscht habe; sie ließ sich noch eine Weile Zeit, um den Ge-sichtSauSdruck ihrer jungen Freundin zu studiren und fuhr dann fort:
„In Gemeinschaft mit ganz New-Vork — dieser Stadt vollklatschsüchtiger Mädchen, die da plaudern, wie das Wasser fließt,ohne zu wissen was, und voll backenbärtiger Herrchen, welcheBroodway für die Welt und die Koketterien eines Miniatur-SalonSfür Menschennatur halten — war ich vor Eurer Rückkehr vonEuropa der Ansicht, daß Eurer Schleppe in der Person des SirGeorge Tcmplemore ein begünstigter Bewerber folge."
„Aber nichts in meinem Benehmen, in dem von Sir Georgeoder in dem irgend eines Angehörigen meiner Familie konnte mitRecht Anlaß zu einer solchen Vermuthung geben," versetzte Eva hastig.
„Was hat Gerechtigkeit, Wahrheit oder auch nur Wahrschein-lichkeit mit einem Gerüchte zu schaffen, das von Liebe und Ehestandspricht? Kennt Ihr die Gesellschaft nicht besser, als daß Euchdies befremdlich Vorkommen sollte, Kind?"
„Ich weiß, daß unser Geschlecht seine eigene Würde und Acht-barkeit besser wahren würde, meine theure MrS. Bloomfield, wenneS weniger von dergleichen Dingen spräche; auch würden unsereFrauenzimmer weit eher im Stande sehn, sich Geschmack, um nichtzu sagen gute Grundsätze, zu erringen, wenn sie ihre Kritik mehrauf Ding'e unv Gefühle beschränkten und sich weniger mit Per-sonen befaßten."