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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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Sopha Platz, faßte sie fast eine Minute fest ins Auge und fuhrdann fort:

Verstellung und Eva Effingham können nichts mit einandergemein haben, und so muß ich wohl glauben, daß mich meineOhren täuschten."

Eure Ohren, liebe MrS. Bloomfield?"

Ja, meine Ohren, liebe Miß Eva Effingham. Ich weißwohl, daß Lauscher nirgends beliebt find; aber wenn Gentlemenin den Gartcngängcn leidenschaftliche Erklärungen machen, ohnedaß mehr als eine schmale Hecke zwischen ihren glühenden Decla-mationen und der Neugier derjenigen steht, welche zufällig vorübergehen, so müssen sie Wohl erwarten, daß fie gehört werden."

Eva war, während ihre Freundin sprach, röther und röthcrgeworden, und als letztere aufhörtc, überstrahlte dieselbe hoheGlut ihr süßes Antlitz, wie in dem Augenblicke, als sie aus demGarten zurückgekehrt war.

Darf ich fragen^ was Ihr mit alledem sagen wollt?" ver-setzte fie, mit einer Gewaltanstrengung den Anschein von Gelassen-heit behauptend.

Allerdings, meine Liebe, und Ihr sollt nicht bloS Wortehören, sondern auch die Gefühle kennen lernen, welche fie eingeben,"erwiederte MrS. Bloomfield, indem sie Eva freundlich und in einerWeise bei der Hand nahm, aus welcher hervorging, daß fie nichtüber einen Gegenstand zu scherzen beabsichtigte, welcher für ihrejunge Freundin von so hoher Wichtigkeit war.Mr. John Effing-Ham und ich gingen an einem Punkte vorüber, wo zwei Wegeeinander nahe kommen, als Ihr mit Mr. Powis eben in demnächsten Pfade dahin wandeltet. Ohne geradezu die Ohren zuverstopfen, wäre es rein unmöglich gewesen, nicht einen Theileurer Unterhaltung mitanzuhörcn. Wir beide «ersuchten uns ehr-lich zu benehmen, denn ich hustete und Euer Vetter räusperte sich;aber wir blieben unbeachtet!"