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ehe wir zu den Wirkungen desselben übergehen können. Wasdie treue Pflege der Kindheit betraf, so war Nannp Ena einezweite Mutter oder sogar mehr als eine Mutter gewesen, unddieser Umstand allein hatte einerseits eine gewisse persönliche Ab-hängigkeit, andererseits eine beaufsichtigende Sorgfalt hervorge-rufen; denn die treue Dienerin hielt sich für alles leibliche Wohl-befinden ihres Pfleglings verantwortlich. Doch dies war noch nichtAlles. Nanny war die Vertraute von Eva'S kindischen Bekümmer-nissen und ihren mädchenhaften Geheimnissen gewesen. Obschon nundie Jahre der Letzteren bald nöthig machten, daß sie der Leitungvon Solchen übergeben wurde, welche besser befähigt waren, ihrenGeist zu bilden, so hatte doch die frühere Mittheilsamkeit nie auf-gehört; denn auch die fein gebildete Jungfrau hing mit ungemin-derter Innigkeit und unerschütterlicher Zuversicht an der lang er-probten zärtlichen Liebe des Wesens, welches ihre Kindheit über-wacht hatte. Die Wirkung eines derartigen Verkehrs war oft be-lustigend, denn der eine Theil brachte zu den Verhandlungen einenGeist mit, erfüllt von Kenntnissen, wie sie für sein Geschlecht undseine Stellung paßten, dazu »och Gewohnheiten, die sich in denbesten Kreisen der christlichen Welt gebildet hatten, und einen Ge-schmack, der in den besten Schulen gewonnen war, während derandere wenig mehr aufweisen konnte, als ein treues, durch dasinnerste Wesen geadeltes Herz und eine Einfachheit, welche Zeug-niß ablegt für die vollkommene Reinheit des Sinnes. Dieses un-gewöhnliche Verhältniß war übrigens nicht ohne Werth für Eva;denn da sie so früh schon in Berührung mit einer arglistigen undberechnenden Welt kam, so blieb dadurch die Unvcrdorbenheit ihresCharakters bewahrt und sie selbst der kalten, selbstsüchtigen undreizlosen Künstelei entfremdet, in welcher bloße Modedamen in Folgeihrer ausschließenden und gezwungenen Denkweise so gerne verfal-len. Als daher Eva die bereits erwähnte Frage an ihre Pflegerinstellte, geschah es in der Absicht, zu erfahren, wie Letztere eine