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„Ich glaube, mein Vater täuschte sich selbst ebenso sehr alsmeine Mutter, denn es liegt eine seltsame Zusammenhanglosigkeitund ein Mangel an Bestimmiheit in einigen seiner Briefe, so daßmeine Gefühle, die natürlich über einen derartigen Gegenstand sehrempfindlich sehn mußten, mich von Anfang an kein Vertrauen inseine Zuneigung setzen ließen."
„War Eure Mutter reich?" fragte Eva unschuldig, denn daihr selbst ein großes Erbe in Aussicht stand, hatte sie früh ihreWachsamkeit der Masse von Trug und llnchrlichkeit zugewandt,welche zeitliche Güter zu umlagern pflegen.
„Nein, sie hatte wenig außer ihrer hohen Abkunst und ihrerSchönheit. Ich bin im Besitze ihres PortraiiS, welches die letzterezureichend beweist — oder ich war es, sollte ich vielmehr sagen;denn ich spreche jetzt von jenem Miniaturbilde, das mir, wie IhrEuch erinnert, die Araber raubten, und das ich seitdem nicht wiedergesehen habe. Was Vermögen betrifft, so besaß meine Mutier kaumso viel, um als Dame von Stand damit auszureichen; weiter nichts."
Der Druck auf Pauls Arm wurde fühlbarer, als er von demMiniaturbilde sprach, und er wagte es, den seiner Begleiterin etwasfester an sich zu drücken.
„Mr. Powis ließ sich also nicht durch seile Beweggründe be-stechen, und dies ist schon viel," versetzte Eva, in einer Weise vorsich hinsprechend, als scy sie sich nicht bewußt, daß sie überhauptetwas sagte.
„Mr. Powis? Er war eine höchst edle und uneigennützigeSeele. Nie hat ein cdelmüthigerer oder weniger selbstsüchtigerMann gelebt, als Francis Powis!"
„Ich glaubt-, Ihr hättet Euer» Vater nie persönlich gekannt!"rief Eva überrascht.
„Dies ist auch der Fall; ich bemerke übrigens jetzt, daß Ihrirrthümlicherweise wähnt, mein Vater habe Powis geheißen, wäh-rend sein Name Assheton war."