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blicke, in welchem Ihr mich glaube» machen wollt, daß Euch Allesdaran liege, ihm sogleich Folge zu leisten."
„Wohlan denn, Miß Eva, ich will Euch unbedingter gehorchen.Warum mein Vater so bald nach der Verehelichung meine Mutterwieder verließ, habe ich nie erfahren können. Es scheint, daß sienur wenige Monate mit einander lebten, vbschon ich, mit Stolzdarf ich sagen, die tröstliche Ueberzeugung in mir trage, daß meinerMutter kein Vorwurf gemacht werden kann. Lange machte michder Zweifel über einen Punkt unglücklich, der für den Mann stetsam empfindlichsten ist — ich meine das Mißtrauen gegen die eigeneMutter; aber alles dies fand, Gott sey Dank, während meinesletzten Besuchs in England eine glückliche Aufklärung. Allerdingswar Lady Dunluce meiner Mutter Schwester und konnte um deß-willen mild gegen ihre Fehler seyn; aber ein letzter Brief vonmeinem Vater, der nur einen Monat vor meiner Mutter Tod ge-schrieben wurde, bannt allen Zweifel, indem er nicht nur ihre Makel-losigkeit beweist, sondern auch ihrem liebenswürdigen Charakter»olle Anerkennung zu Theil werden läßt. Ein solcher Brief ist einkostbares Dokument für den Sohn, Miß Esfingham."
Eva gab keine Antwort, aber Paul meinte, einen schwachenDruck der Hand zu fühlen, welche bisher so leicht auf seinem Armgeruht hatte, daß er denselben kaum zu bewegen wagte, um nichtdas köstliche, obgleich kaum fühlbare Bewußtseyn dieser Berührungzu verlieren.
„Ich besitze noch andere Briefe von meinem Vater an meineMutter," fuhr der junge Mann fort, „aber keiner wirkt so wohl-thuend auf mein Herz, wie dieser. Aus dem allgemeinen Tonederselben kann ich die Ueberzeugung nicht gewinnen, daß er fie jewahrhaft geliebt hat. Es ist grausam von einem Manne, MißEsfingham, ein Weib in einem derartigen Punkte zu hintergehen."
„Ja wohl grausam!" entgegnete Eva mit Festigkeit. „DerTod selbst wäre besser als eine solche Täuschung."