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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
Entstehung
Seite
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Mr. Effingham hat dieses Gefühl wohl um Euch verdient,aber ich habe meinen Bater nie gekannt."

Euren Vater nicht gekannt?" rief Eva, und die Töne ihrerStimme bekundeten eher die übermächtige Sympathie mit den Ent-behrungen der Waise, als eine gewöhnliche Neberraschung.

Er schied von meiner Mutter vor meiner Geburt, und ichweiß nicht, ob er bald nachher starb, oder ob er sein Kind nichtfür wichtig genug hielt, um sich veranlaßt zu sehen, auch nur eineinziges Mal über sein Geschick Kunde einzuziehen."

Dann hat er dieses Kind nie gekannt!" rief Eva mit einerWärme und Freimüthigkeit, welche alle Rückhaltung, die der weibli-chen Erziehung sowohl, als die der natürlichen Schüchternheit beiSeite setzte.

Miß Effingham! theuerste Miß Effingham!Eva meineEva, was darf ich aus dieser edelmüthigeu Wärme folgern? Ach,laßt mich kein trügerisches Licht in der Ferne sehen; denn ich kannwohl mein einsames Elend ertragen und den Leiden eines abge-schiedenen DaseynS Trotz bieten, aber nimmermehr unter der Täu-schung einer solchen Hoffnung leben einer Hoffnung, wie sie derAusruf Eurer Lippen geweckt hat!"

Ihr lehrt mich, wie wichtig die Vorsicht ist, Powis, und wirwollen jetzt zu Eurer Geschichte zu jenem Vertrauen zurückkeh-ren, das Ihr gewiß nicht unwürdig wegwerft. Vorderhand wenig-stens bitte ich, daß Ihr alles Andere vergessen möget.

Ein so freundlicher, so ermuthigend gegebener Befehlodernehmt Ihr etwa Anstoß an meinen Worten, theuerste Miß Eva?"

Zum erstenmale in ihrem Leben legte Eva ihre» leichte» Armin den ihres Begleiters und bekundete gerade in der Weise, wie siediesen einfachen und alltäglichen Akt vornahm, eine hinreißende aberdoch bescheidene Zuversicht zu dessen innerem Werth. Zugleich fuhrsie heiterer fort:

Ihr vergeht die Hauptsache des Befehls in demselben Augen-