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verweilen, »m Rücksicht auf den Schmerz zu nehmen, welchen er sounabsichtlich in seiner Begleiterin hervvrgerufen hatte.
„Ich bin selbstsüchtig gewesen, theuerste Miß Esfingham," riefer — „ich habe Eure Geduld überschätzt und Euch mit der Ge-schichte meines eigenen VerlustS, meines eigenen Leids verstimmt,obschon sie kein Interesse für Euch haben — ja, für so glücklicheMenschen wie Ihr seyd, unmöglich haben können."
„Nein, nicht doch, PowiS — Ihr seyd ungerecht gegen Euchund gegen mich. Auch ich habe meine Mutter verloren, als ichnoch ein Kind war, und weiß nichts von Mutterliebe und Mutter-zärtlichkeit. Fahrt fort; ich bin jetzt ruhiger und bitte Euch drin-gend, meiner Schwäche zu vergessen und fortzufahren."
Paul entsprach diesem Geheiß; aber die kurze Unterbrechung,während welcher sie sich dem gemeinsamen Schmerz über das gleicheUnglück hingegebcn hatten, ließ eine neue Gefühlssaite erbeben undentfernte mit einemmale eine Bergcslast von Zurückhaltung undAbgemessenheit, die ibrem zunehmenden Vertrauen leicht hätte hin-derlich werden können.
„In dieser Weise von meiner nächsten und theuerste» natür-lichen Freundin loSgeriffen," fuhr Paul fort, „fiel ich schon alsSäugling der Obhut von Miethlingen anheim, und in diesem Be-tracht wenigstens ist mein Geschick viel herber gewesen, als dasEurige; denn die treffliche Person, die so glücklich war, Eure Kind-heit überwachen zu dürfen, besaß fast die Liebe einer natürlichenMutter, obschon es ihr an den höheren Eigenschaften Eurer Lebens-stellung gebrach."
„Aber wir hatten doch Däter," Mr. PowiS. „Mir ist meintrefflicher, grnndsatzfestcr und liebevoller — ja, ich darf wohl sagen,zärtlicher Vater Alles gewesen. Ohne ihn wäre ich in der Thatelend gewesen, aber mit ihm darf ich mich, trotz dieser rebellischenThränen — Thränen, die ich der ansteckenden Kraft Eures eigenenKummers zuschreiben muß — als gesegnet Preisen."
<äoa Esßngham. M