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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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Entschlossenheit auf und fragte mit einer Stimme, über deren Festig-keit sie selbst erstaunt war:

PowiS, wozu Alles dies?"

Wohl mögt Ihr diese Frage stellen, Miß Effingham! Ihrhabt alles Recht dazu, und die Antwort soll mir wenigstens keinenweiteren Grund zum Selbstvorwurf geben. Ich bitte, laßt mir nureine Minute Zeit, meine Gedanken zu sammeln, und ich will mirMühe geben, mich in einer männlicheren und zusammenhängenderenWeise, als dies, wie ich fürchte, im Laufe der letzten zehn Minutender Fall gewesen ist, meiner Pflicht zu entledigen."

Sie gingen in tiefem Schweigen eine kurze Strecke weiter, Evanoch immer unter dem Einflüsse eines Staunens, in welches sich eineungewisse und unbestimmte Furcht vor Etwas, was sie sich selbstnicht zu erklären wußte, zu mischen begann, während Paul bemühtwar, den Sturm zu beschwichtigen, der sich plötzlich seines Innernbemächtigte. Endlich begann der Letztere:

Die Verhältnisse haben mich stets des Glückes beraubt, dieZärtlichkeit und Theilnahme Eures Geschlechtes erfahren zu dürfen.Miß Efflngham, und mich ausschließlich dem kälteren, roheren Sinnedes meinigen hingegeben. Meine Mutter starb znr Zeit meinerGeburt, und so wurde mit einemmale eines der thcuersten von allenErdenbanden zerrissen. Ich weiß nicht gewiß, ob ich in Folge derEntbehrungen, welche ich zu dulden hatte, diesen Verlust allzuschmerzlich nahm, denn von der Stunde an, als ich fühlen lernte,sehnte ich mich stets nach der zarten, duldenden, gewinnenden unduneigennützigen Liebe einer Mutter. Wenn ich recht berichtet bin,so habt Ihr in früher Lebensperiode einen ähnlichen Verlust er-litten

Ein Schluchzen ein ersticktes aber schmerzliches Schluchzenentquoll Eva's Brust, und Paul, der hierüber aufs Tiefste erschüt-tert war, hörte auf, bei der Quelle seines eigenen Kummers zu