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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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hätte erscheinen muffen, wenn es ihm möglich gewesen wäre, i» derDunkelheit mehr als den schattenhaften Umriß ihres lieblichen Ge-sichts zu unterscheiden.

Darf ich auf ein solches Lob hören, Mr. PowiS" sagtesie;auf ein Lob, welches nur dazu beiträgt, eine ohnehin schonallzugroße Selbstachtung noch zu steigern?"

Niemand als Ihr selbst kann dies sagen; aber Eure Frageerinnert mich in der That an die Unbesonnenheit, in welche ich ver-fiel, indem ich jene Beherrschung meiner Gefühle verlor, auf welcheich so lange stolz gewesen bin. Niemand sollte ein Mädchen zurVertrauten seiner Neigung machen, ehe er darauf vorbereitet ist,die Erklärung mit einem Anerbieten seiner Hand zu begleiten, undich befinde mich nicht in dieser Lage."

Eva ließ keine dramatische Bestürzung blicken und nahm eben-sowenig die Miene gezierter Ueberraschung oder verletzter Würbean, sondern wandte ihre klaren Augen mit einem so beredten Aus-druck von Theilnahme und so natürlicher Verwunderung aus ihrenLiebhaber, daß dieser, wenn er es hätte sehen können, wahrscheinlichauf der Stelle jede Schwierigkeit überwältigt und den gewöhnlichenAntrag gestellt haben würde trotz der Schwierigkeit, die er fürunüberwindlich zu halten schien.

Und doch," fuhr er fort,habe ich jetzt unwillkührlich schonso viel gesagt, daß ich mich nicht nur gegen Euch, sondern gewiffer-maffen auch gegen mich selbst verpflichtet fühle, bsizufügen, daß dersehnlichste Wunsch meines Herzens, das Ziel und Ende aller meinerTageSträume, wie auch der meisten besonneneren Gedanken für dieZukunft sich in der glühenden Hoffnung concentriren, Euch zurGattin zu gewinnen."

Eva senkte das Auge und der Ausdruck ihres Gesichtes wech-selte, während ein leichtes, aber nicht bewältigbares Zittern ihrenKörper durchbebte. Nach einer kurzen Pause bot sie aller ihrer