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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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drücke aushalten, welche mit mir ausgewachsen sind, bis sie sich mitmeinem ganzen Dasehn verwoben hatten, da sie Euch vielleichtlangweilig werden könnten," fuhr er fort.Ihr wißt, Miß Effing-Ham, daß wir uns zum erstenmal in Wien trafen. Ein Oesser-reicher von Stand, mit dem ich durch einige glückliche Umständebekannt geworden war, führte mich in der besten Gesellschaftjener Hauptstadt ein, wo ich i» Euch den Gegenstand der Bewun-derung für Alle fand, die Euch kannten. Meine erste Empfin-dung war die der Freude, daß ich eine junge Landsmännin sahIhr wart damals fast noch Kind, Miß Effingham, aber gleichwohlder größte Magnet für eine Hauptstadt, die um der Schönheit undAnmuth ihrer Frauen willen berühmt ist."

Eure Nationalparteilichkeit ließ Euch ungerecht gegen Anderewerden, Mr. PowiS," unterbrach ihn Eva, obschon die Angelegent-lichkcit und die Gluth, womit der junge Mann seine Gefühle aus-drückte, wie Musik in ihren Ohren klang.Wessen hätte sich einjunges, schüchternes, halb erzogenes amerikanisches Mädchen rühmenkönnen, wenn ihm die vollendeten Frauen OestreichS zur Seitestanden?"

Ihrer überraschenden Schönheit, der unbewußten Ueberlcgcn-heit ihrer Talente, ihrer schüchternen Einfalt und ihres engelreinenGeistes. Alles dies besaßt Ihr nicht nur in meinen Augen,sondern auch in denen der klebrigen; den» ich hing mit zu vielLiebe an diesen Eigenschaften, als daß ich mich darüber hätte täu-schen können."

In demselben Augenblick flieg eine Rakete über ihnen auf,und obschon Beide zu sehr durch ihre Unterhaltung in Anspruchgenommen waren, um aus die Störung des vorübergehenden Lichteszu achten, so fand doch Paul dadurch Gelegenheit, der glühendenWangen und der thränenfeuchten Augen Eva'S ansichtig zu werden,welche letztere, trotz allen vergeblichen Ringens um Fassung, mit