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Anlaß finden soll," entgcgnets Eva hastig. „Solche Anspielungensind jetzt schlimmer als nutzlos, und konnten meiner Muhme schmerz-lich werden, wenn sie davon hören sollte."
„Ich würde mich sehr in dem Charakter meines Freundestäuschen, wenn er über diesen Gegenstand seine Verlobte im Zweifellassen sollte. Fünf Minuten vollkommene Offenheit im gegenwärti-gen Augenblicke können ihm später Jahre des Mißtrauens ersparen."
„Und würdet auch Ihr, Mr. Powis, eine derartige frühereSchwäche dem Mädchen vertrauen, das Ihr Euch zur Gattin ge-wählt hättet."
„Ich kann in diesem Falle weder für noch gegen mich Zeug-niß ablegen, sintemal ich nur eine Einzige geliebt habe, und zwarmit einer Leidenschaft, die zu ausschließend und glühend war, umje einer andern weichen zu können. Miß Esfinghar», es würdeschlimmer seyn, als Ziererei — ich würde mein Spiel treiben miteinem Wesen, das in meinen Augen ein Heiligthum ist, wenn ichnicht jetzt ausführlicher sprechen wollte, obschon mir das, was ichsagen will, eher durch die Umstände abgedrungen wird und ichfast ohne bestimmten Zweck rede. Habe ich Eure Erlaubniß fort-zufahren?"
„Ihr könnt derselben kaum bedürfen, da Ihr der Herr Eurereigenen Geheimnisse seyd, Mr. Powis."
Wie alle von einer starken Leidenschaft aufgeregten Männer,war Paul inconseguent und unbillig; Eva fühlte dies, sogar währendsie ihren ganzen Scharfsinn aufbot, für seine Schwächen Entschul-digungen zu finden. Gleichwohl lastete die Ahnung, daß sie eineErklärung hören werde, welche vielleicht nicht gemacht werden sollte,schwer auf ihr und bewog sie, mit mehr Kälte zu sprechen, alssie wirklich fühlte. Da sie außerdem ihre Erwiederung auf dieeben angeführten Worte beschränkte, so sah der junge Mann, daßes unerläßlich geworden war, sich bestimmter auszudrücken.
„Ich werde Euch nicht mit der Geschichte jener frühen Ein-