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22 (1846) Eva Effingham oder die Heimath : eine Fortsetzung "der Heimkehr"
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Effingham, baß ein häufiger Wechsel mit den Religionslehrer» ganzbesonders nothwcndig sey. Es kann keine lebendige Frömmigkeitgeben, ohne daß die Flamme durch Aufregung im Lodern er-halten wird."

Ich gestehe, Slr, daß mich meine eigenen Schlüffe ganz zuder gegentheiligen Anficht führen würden, denn ich bin der Mei-nung, daß es keine lebendige Frömmigkeit, wie Jhr'S nennt, gebenkann, mit Aufregung."

Mr. Bragg blickte Mr. Dodgc und dieser seinerseits Mr.Bragg an; dann zuckten beide die Achseln und der Landagent nahmdas Gespräch wieder auf.

Dies mag in Frankreich der Fall scr>n, Miß Effingham,"versetzte er scharf und, wie er meinte, mit Würde;in Amerikaaber betrachten wir die Aufregung für das eigentliche NeinignngS«Element. Wir könnten eben so gut in der Tiefe eines Brunnenseine gesunde Luft suchen, als annehmen, daß die moralische Atmo-sphäre sich ohne die Winde der Aufregung klar und heilsam erhaltenkönnen. Was mich betrifft, Mr. Dodgc, so glaube ich, eS wäregut, wenn Niemand mehr als zehn Jahre hinter einander Richteran demselben Gerichtshöfe scyn könnte und ein Geistlicher wirdschon nach fünfen gemein und schaal. Ich räume zwar ein, daß cSLeute gibt, welche ein bißchen länger Stich halten, aber um einereelle, lebendige, seelenrettende Wiedergeburt im Gang zu erhalten,sollte man in jeden, Kirchspiel jedenfalls einmal in fünf Jahrenden Pfarrer wechseln. Dies ist wenigstens meine Meinung vonder Sache."

Aber die Gesetze der Religion find unwandelbar, Sir," ent-gegnet-Eva;die Art, wie sie verkündet werden, ist allgemein, unddie Verheißungen, die Vermittlung und die Pflichten, welche siein sich faßt, sind überall dieselben; ich sehe daher nicht ein, wasIhr durch einen so vielfachen Wechsel zu gewinnen hofft."

Je nun, Miß Effingham, wir wechseln bei Tisch die Teller,