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und bei keiner Familie meiner Bekanntschaft geschieht dies öfterals in der Eures ehrenwerthen Vaters; es nimmt mich deshalbWunder, wie Ihr etwas gegen mein System einwenden mögt."
„Unsere Religion, Sir," antwortete Eva mit Ernst, „isteine Pflicht — ste beruht auf der Offenbarung und auf dem Ge-horsam; unsere Lebensweise aber ist weiter nichts als eine sehrunschuldige Sache des bloßen Geschmacks oder sogar der Laune,wenn Ihr so wollt."
„Na, ich gestehe, daß ich keinen großen Unterschied sehe.Der Hauptzweck dieses Lebens besteht im Aufregen des Volkes undim Fortschritt. Ihr wißt vermuthlich, Miß Effingham, daß vieleLeute der Ansicht sind, wir sollten unseren eigenen Pfarrer wech-seln, wenn wir Segen für die Gemeinde erwarten."
„Ich würde eher glauben, daß einer so herzlosen Handlungein Fluch folgen müßte, Sir. Unser Geistlicher befindet sich beiuns, seit er die Pflichten seines heiligen Amtes angetreten hat,und es ist nicht wohl anzunehmen, daß Gott gnädig niederschaueukönnte ans einen so selbstsüchtigen launenhaften Schritt, für denman keinen besseren Beweggrund als den Wunsch nach etwasNeuem namhaft zu machen vermag."
„Ihr seyd in Betreff des Zweckes im Jrrthum, Miß Eva,denn dieser besteht darin, das Volk aufzustören — freilich einehoffnungslose Aufgabe, wie ich fürchte, so lang man stets unterdemselben Prediger sitzt."
„Man hat mich belehrt, Mr. Bragg, die Frömmigkeit wachseunter der Beihülfe des heiligen Geistes, der »nS in allen unfernguten Vornehmlingen unterstütze und bekräftige; ich kann mich dahernicht überzeugen, daß die Gottheit zur Rettung einer Seele einesjener menschlichen Mittel für nöthig halte, durch die man Städteverheert, Wahlen entscheidet oder einen Pöbelauflauf anzettelt.Wie ich höre, sind in diesem Lande bei mancherlei Sekten ganzaußerordentliche Scenen beliebt; aber ich hoffe, nie den Tag zu